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Rheinberg
Eine "Schanze" beschäftigt Borth

Rheinberg. Erich Weisser nimmt eine Wasserwaage und einen Zollstock, um das genaue Ausmaß dessen zu zeigen, was Autofahrer und Fußgänger auf der Borther Straße (K 14) am Ortsausgang in Richtung B 58 in Höhe des Friseur-Salons Jansen auch mit bloßem Auge leicht erkennen können. Fahrbahn und kombinierter Rad- und Fußweg sind ordentlich aus dem Lot. "Es gibt keinen Termin, an dem ich nicht auf die immer höher werdende Sprungschanze angesprochen werde", sagt der CDU-Fraktionschef im Rheinberger Stadthaus. Von Bernfried Paus

Er hat sich zuletzt im Bauausschuss mit einer Anfrage an die Verwaltung gewandt und da zunächst den Hinweis erhalten, dass für Kreisstraßen - wie der Name schon sagt - der Kreis Wesel zuständig und man mit dem im Gespräch sei.

Im Weseler Kreishaus ist das Problem mit dem Fahrbahn-Huckel und Rissen im Asphalt schon länger bekannt. Doch anders als der CDU-Politiker Weisser sieht Jens Kampen, Koordinator Straßenbau beim Kreis, keinen akuten Handlungsbedarf. "Unsere Streckenposten haben wöchentlich ein Auge drauf", so Kampen, "eine unmittelbare Gefährdung geht, soweit ich das momentan sehe, von der Absenkung der Straße aber nicht aus." Er spricht von "mittelfristigem Sanierungsbedarf". Er rechne damit, dass bei der Begehung im Frühjahr, die Einebnung der Schanze auf die Liste rückt, die dann von Ende des Jahres an abgearbeitet wird, "wenn nicht andere Streckenabschnitte in unserem Straßennetz noch vordringlicher sind". Was die Kosten angehe, so Kampen, werde er mit der Solvay-Tochter Cavity in Verhandlung über eine Kostenbeteiligung treten. Wie Weisser hat auch der Straßenbauer im Kreishaus die Vermutung, dass auch diese die Schäden in Zusammenhang mit dem Salzbergbau stehen. Cavity, Ansprechpartner für Schadensregulierung, hat bereits in der Vergangenheit in Borth eine Beteiligung an Schadensregulierungen angeboten, weil nicht ganz ausgeschlossen werden konnte, dass der Salzbergbau als "zusätzlich wirkendes Initial" für Schäden an Gebäuden und Straßen gewirkt habe.

"Und was ist mit dem Kanal?", fragt Erich Weisser. Er macht darauf aufmerksam, dass der gepflasterte Geh- und Radweg zweifellos jetzt schon eine Gefährdung darstellen würden. Für die Nebenanlage könne die Stadt zuständig sein.

Bis die rechtlich schwierigen Fragen beantwortet seien, startet der Kreis vorab bereits an zwei Enden der Borther Straße mit der Sanierung: einmal vom Ortsausgang Richtung B 58 und vom Ortsausgang am anderen Ende Richtung Ossenberg. Hier würden Rillen im Asphalt eine Erneuerung der Fahrbahndecke unausweichlich machen. Aufträge dazu würden im Frühjahr vergeben. Erst wenn beide Ortsausfahrten abgearbeitet sind, sei die Borther Schanze an der Reihe.

Quelle: RP
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