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Rheinberg
"Eine Stimme für die, die benachteiligt sind"

Rheinberg. Elke Stüning ist seit wenigen Tagen neue Leiterin der sozialen Dienste der Grafschafter Diakonie in Rheinberg.

Die Rheinberger Dienststelle der Diakonie hat eine neue Leiterin: Zum 1. Juli übergab der langjährige Leiter Bernard Bauguitte, der Ende Juli in den Ruhestand geht, seine Aufgaben an Elke Stüning. Die 41-Jährige freut sich auf ihre Tätigkeit in dem denkmalgeschützten Haus an der Rheinstraße 44. "Die Mitarbeiter bringen allesamt eine hohe Fachkompetenz mit", weiß die Sozialpädagogin.

In der Rheinberger Dienststelle tun insgesamt 18 Fachkräfte ihre soziale Arbeit. Sie kümmern sich zum Beispiel in der Allgemeinen Sozialberatung um Alleinerziehende und Ratsuchende mit Fragestellungen aller Art. Im Gebiet "Ambulant Betreutes Wohnen" betreuen sie Menschen mit psychischen oder geistigen Behinderungen zu Hause. Andere sind als gesetzliche Betreuer für Frauen und Männer in und um Rheinberg da, die ihre rechtlichen und finanziellen Angelegenheiten aufgrund Alter oder Krankheit nicht mehr selbst regeln können. Außerdem setzen sie sich in der Schuldnerberatung, der Wohnungs- und Existenzsicherung, der Jugendgerichtshilfe und der Jugend- und Familienhilfe für Bürgerinnen in schwierigen Lebenslagen ein.

Elke Stüning, die in Rumänien geboren und in Stuttgart aufgewachsen ist, freut sich darauf, die Rheinberger näher kennenzulernen. "Ich habe die Menschen am Niederrhein als offen und immer bereit für ein gutes Gespräch erlebt", sagt sie. Die Sozialpädagogin arbeitet seit 16 Jahren bei der Grafschafter Diakonie. Im Jahr 2001 begann sie direkt nach dem Studium als gesetzliche Betreuerin in der Dienststelle Kamp-Lintfort, deren Leitung sie im Jahr 2008 übernommen hat.

Trotz der neuen Aufgabe bleibt sie der Kamp-Lintforter Dienststelle als Leiterin erhalten. Die zweifache Standortleitung schreckt die Mutter von Zwillingen nicht. "Ich stelle mich gerne Herausforderungen und freue mich auf die neuen Aufgaben." Persönlich präsent sein wird sie in beiden Dienststellen.

Mit ihrem Dienst möchte sie auch den Weg ihres Vorgängers weiterführen und, wenn es nötig ist, Politik und Gesellschaft für soziale Themen und Fragestellungen sensibilisieren. "Menschen, denen es finanziell, oder weil sie sich in einer anderen schwierigen Lebenslage befinden, schlecht geht, haben oft das Gefühl, dass sie in der Gesellschaft mit ihren Bedürfnissen kein Gehör finden. Deshalb ist es mir ein Anliegen, Lobbyarbeit für diejenigen zu leisten, die sich benachteiligt fühlen und keine Stimme haben."

Quelle: RP
 
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