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Rheinberg
Einmal Amploianer, immer Amploianer

Rheinberg. Im Amplonius-Gymnasium gab es Flammlachs und Glühwein, Tapas und Knusperhäuschen.

Bereits am späten Freitagnachmittag war rund um das Rheinberger Amplonius-Gymnasium kein Parkplatz mehr frei. Grund dafür war der von Schülern und Lehrern erstmals ausgerichtete Adventsmarkt. "Es war ein großes Wagnis für uns alle und auf Anhieb ein Riesenerfolg. Mit dieser Aktion möchten wir auch den Zusammenhalt in der Schule stärken", erklärt Marcus Padtberg. Dass diese Rechnung aufgegangen ist, verdankt der Schulleiter vor allem dem großen Engagement der Schüler. Die luden nicht nur mit Schulband- und Chor zum offenen Singen im Treppenhaus oder boten Flammlachs und Glühwein an, sondern hatten auch manch eine pfiffige Idee.

So durften sich die Besucher aus Einzelteilen ihr Knusperhäuschen erstellen oder sich beim Schulwichteln über ein Überraschungsgeschenk freuen. Für eine in der Vorweihnachtszeit eher ungewöhnliche Gaumenfreude sorgten die Schüler der Spanischkurse mit selbstgemachten Tapas. Rund 1500 Besucher schlenderten an den vielen Ständen und Buden vorbei. Darunter befanden sich viele ehemalige Schüler und Lehrer, die von der Schule für den Abend zu einem großen Ehemaligentreffen nach dem Motto "Einmal Amploianer, immer Amploianer" eingeladen waren. Bei Schulführungen durften sie sich ihre alte Lernstätte noch einmal ansehen. Anne Löhr staunte über die modernen Physik- und Chemielabore. Schmunzeln musste die Abiturientin des Jahrgangs 1989, als der Rundgang sie in das Sprachlabor führte. "Das gab es damals schon, aber es funktionierte nicht. Statt Sprachen lernen mussten wir hier unsere Klausuren schreiben, weil die Stühle soweit auseinanderstehen", erinnert sich die Röntgenassistentin aus Hilden. Daneben gab es Ehrungen für die Abiturienten der Jubiläumsjahrgänge 1975, 1990 und 2005. Joachim Knop kann darüber nur schmunzeln. Der spätere Lehrer und stellvertretende Schulleiter hat dort schon 1948 die Schulbank gedrückt. Mit der Entwicklung seiner ehemaligen Schule ist der 78-Jährige vollauf zufrieden: "Das Gymnasium ist permanent gewachsen und leistet gute Arbeit. Es ist ein Schatz für die Stadt Rheinberg, der gehegt und gepflegt werden muss." Mit Abstand die meisten Hände schütteln musste Heinz Pannenbecker. "Am meisten freut es mich, dass so viele ehemalige Lehrer gekommen sind", berichtet der langjährige Direktor des Gymnasiums.

(erko)
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