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Rheinberg
Endspurt für die Marktplatz-Gestaltung

Rheinberg: Endspurt für die Marktplatz-Gestaltung
Aus der Luft lässt sich deutlich erkennen: Da, wo die Fläche noch nicht gepflastert ist, wird die sogenannte Pumpenstube in der Erde verbuddelt. Dort wird das Fontänenfeld liegen. Neun im Boden liegende Düsen werden für ein Wasserspiel sorgen. FOTO: Arnulf Stoffel
Rheinberg. Ein Monat noch, dann soll der Große Markt in Rheinberg fertig sein. Nächste Woche wird die Pumpenstube für das Fontänenfeld eingebaut. Bis jetzt ist der Zeitplan eingehalten. Von Uwe Plien

Gestern sang die Kettensäge von Philipp Heßling ein erbarmungslos monotones Lied. Der Mitarbeiter der Firma Lankes fällte die letzten Haselnussbäume rund um den Großen Markt. Einen nach dem anderen. Ihre Wurzeln werden samt der Betonringe, in die die damals noch jungen Bäume eingesetzt worden waren, aus der Erde geholt. Die neuen Bäume kommen dann an die gleiche Stelle. Mit einer Ausnahme: Der Baum vor dem Eingang zum Bürgerbüro wird nicht ersetzt.

"Die Baumgruben werden 1,50 Meter tief ausgeschachtet und mit Granulat aufgefüllt", sagt Klaus Schünke, Bauleiter der Stadt. "Später werden um die Baumstämme Metallgitter gelegt, wie wir es etwa an der Rheinstraße schon haben." Statt Haselnuss werden bald acht Säulen-Spitzahornbäume für Grün am Großen Markt sorgen.

Philipp Heßling fällte die Bäume am Großen Markt. FOTO: Uwe Plien

Knapp drei Viertel der Marktplatzfläche ist bereits mit den hellen Betonsteinen gepflastert. Dass die Fläche zwischen Lindenplatz, Markt-Eiche und Straße es noch nicht ist, hat einen Grund, wie Baudezernent Dieter Paus erläutert: "Nächste Woche wird dort die Pumpenstube eingesetzt." Die Technik für das Fontänenfeld also. "Sie hat Ausmaße wie eine Fertiggarage", so Klaus Schünke. Drei Pumpen mit jeweils drei Düsen werden eingebaut, so dass später neun Düsen im Boden liegen werden, aus denen dann Wasser in die Höhe spritzt. Eine überaus aufwendige Anlage.

In welchen Intervallen das Wasserspiel wie funktioniere, lasse sich programmieren. Auch eine Filteranlage gehört dazu. Schünke: "Das Wasser hat Trinkwasserqualität." Die unterirdische Pumpenstube wird übrigens begehbar sein - schließlich müssen die Pumpen gewartet werden. Wenn die technische Anlage verbuddelt und an die Wasserleitung des Petrus-Brunnens angeschlossen ist, wird auch der Rest des Marktplatzes gepflastert.

Bereits fertig ist die Stufenanlage um den Marktbrunnen ebenso die neue runde Steinbank um die Friedenseiche. Eine Sonderanfertigung. Wo der stattliche Symbolbaum steht, hat der Markt nach wie vor seine höchste Stelle. "Schließlich können wir ja nicht das Wurzelwerk frei liegenlassen", wie Dieter Paus unterstreicht. "Von einem Feldherrenhügel wie früher kann allerdings keine Rede mehr sein."

Vorbereitet sind bereits die Vertiefungen für das "Band der Geschichte". Dort werden jeweils zwei Meter lange und jeweils 60 bis 70 Kilo schwere Stücke eingelassen, die sicher verschraubt werden. In 18 dieser Metallstücke werden Daten aus der langen Geschichte der Stadt Rheinberg eingelassen. "Sie werden eingelasert", erläutert Dieter Paus. "Man kann die Schrift lesen, aber die Oberfläche ist absolut glatt, so dass sich kein Dreck absetzen kann." Bauleiter Klaus Schünke und die Mitarbeiter der ausführenden Firma Lankes hoffen nun auf weiterhin gutes Wetter. Damit der Zeitplan eingehalten werden kann. "Kalt darf es werden", so Paus, "aber Dauerregen wäre schlecht."

Im letzten Angang werden die Arbeiten erledigt, die Klaus Schünke als "Deko" bezeichnet. Die Müllgefäße und die Poller sowie die Fahrradständer gegenüber des Eingangs zum Alten Rathaus werden eingebaut. Und die Steinbank an der Eiche wird mit einer Edelstahlsitzfläche ausgestattet. Für die Stromversorgung (etwa der Markthändler) gibt es drei Versorgungspoller. Pünktlich zum Vorweihnachtsgeschäft soll der Markt fertig sein.

Quelle: RP
 
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