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Alpen
Endstation Hauswand

Pkw-Unfall - Bierflasche bleibt in Hauswand stecken
Pkw-Unfall - Bierflasche bleibt in Hauswand stecken FOTO: Guido Schulmann
Alpen. Ein Unfall auf der B 58 in Menzelen endete glimpflich. Zwei Personen wurden leicht verletzt. Eine Bierflasche wurde aus einem Wagen katapultiert und blieb im Putz des Hauses stecken. Von Bernfried Paus

Das hätte alles viel schlimmer kommen können. Glücklicherweise ist es gestern Morgen bei dem Unfall auf der Xantener Straße (B 58) in Höhe Riller Weg in Menzelen bei Sachschaden (ca. 13.000 Euro) geblieben. Elke van Soest saß um kurz nach 7.30 Uhr in ihrer Wohnung in Haus Nr. 67 am Frühstückstisch und hatte gerade ihre Kaffeetasse in der Hand. "Plötzlich gab's einen heftigen Knall und ich sah aus dem Fenster ein schwarzes Auto auf mich zufliegen", erzählt sie nachher. Der Polo einer 19-jährigen Straelenerin wird von der Hauswand gestoppt. Sie und ihr 20-jähriger Beifahrer werden leicht verletzt.

Die Fahrerin des zweiten beteiligten Autos, eine 39-jährige Alpenerin, steigt unverletzt aus ihrem Wagen. Sie war auf der B 58 in Richtung Rheinberg unterwegs und wollte mit ihrem Opel nach links in den Riller Weg abbiegen. Dabei stießen die Fahrzeuge zusammen, der Polo wurde durch die Wucht des Aufpralls gegen die Hauswand geschleudert. Dabei wurde die verputzte Fassade unterhalb des Küchenfensters ramponiert.

Elke van Soest rennt raus, sieht, was los ist und alarmiert die Polizei. "Offensichtlich war niemandem ernsthaft was passiert", berichtet sie. Auch ihren Kindern nicht, die das Geschehen vorm Haus gebannt vom Fenster aus beobachteten.

Der Polo kam unterm Küchenfenster zum Stehen. Eine Flasche wurde aus dem anderen Auto katapultiert und bohrte sich in die Fassade. FOTO: A. Fischer

"Ich darf nicht daran denken, was hätte passieren können", sagt die Mutter. Einen knappen Meter unterm Fenster des Kinderzimmers steckt eine Flasche Bier mit dem Hals im mit Styropor unterfütterten Putz. Die Alpenerin hatte einen Kasten Bier im Auto. Der stürzt bei dem Zusammenstoß um. Zwei Flaschen werden aus dem Wagen katapultiert. Da das Ganze recht glimpflich ausgeht, es musste kein Statiker die Standfestigkeit des Hauses prüfen.

Der gestrige Unfall war binnen 14 Monaten der dritte im Radius von rund einem Kilometer, bei denen Autos an einer Hauswand endeten. Am 11. Februar 2015 starb der Fahrer eines niederländischen 40-Tonners, der beim Aufprall die Wand des Wohnzimmers im Haus Weseler Straße Nr. 11 durchschlagen hatte. Der Schaden am Haus ist bis heute nicht behoben. Am 18. November 2015 landete auf der B 58 in Höhe Borther Straße ein Lkw unten im Garten von Haus Nr. 76. Der Fahrer hatte versucht, dem Kleinwagen einer Frau auszuweichen, der ihm auf seiner Spur entgegengekommen war. Die 69-Jährige kam ums Leben. Der Lastzug verfehlte im Garten nur um Haaresbreite einen gerade mit 5000 Litern befüllten Gastank.

Nur eine Woche zuvor war am Grunewaldweg in Sonsbeck das Auto eines jungen Mannes erst mitten im Wohnzimmer zum Stand gekommen. Vergangenen Dienstag rauschte ein Auto in das Wohnhaus Außenwall 2A in Rheinberg. Ein älterer Nachbar wollte seinen Wagen wegsetzen, war dabei vom Pedal gerutscht und verursachte so den Unfall. "Der Schaden ist groß", sagte die Bewohnerin der RP. "Die Fassade und ein Fenster sind kaputt."

Quelle: RP
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