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Rheinberger Senioren- und Pflegemesse
Erste Seniorenmesse kommt gut an

Rheinberger Senioren- und Pflegemesse: Erste Seniorenmesse kommt gut an
Nele Kaußen, 16, ist Schülerin des Berufskollegs Xanten. Sie misst den Blutdruck von Mathilde Grzonka. Hinten: Schülerin Vanessa Post, 17, leitet Waltraud Topolla bei einem Koordinationstest an. FOTO: Olaf Ostermann
Rheinberg. Vor den Ständen vieler Anbieter im Stadthaus tummelten sich bei der ersten Messe über das Älterwerden in Rheinberg die Besucher. Sie wollten vor allem mehr über die Versorgung zu Hause wissen. Von Sabine Hannemann

Wie Senioren zu Hause leben und im hohen Alter fit bleiben können, darüber haben sich viele Menschen am Samstag im Stadthaus informiert. Zum ersten Mal wurde dort die Rheinberger Senioren- und Pflegemesse ausgerichtet. Vor den Ständen tummelten sich Besucher. Die Angebote waren vielfältig: Apotheker und Physiotherapeuten, ambulante und stationäre Pflegedienste, Sanitätshäuser und Reisedienste stellten auch vor, auch örtliche Vereine und Selbsthilfegruppen waren vertreten.

Die Besucherinnen Waltraud Corolla und Mathilde Grzonka nutzten beispielsweise die Mitmachangebote des Xantener Placida-Hauses. "Ich will wissen, welche Möglichkeiten es auch an Hilfsmitteln für mich gibt. So bin ich für den Ernstfall informiert", sagte Grzonka. Topolla ergänzte: "Ich komme gerade aus einer Reha-Maßnahme und will so lange wie möglich selbstständig in den eigenen vier Wänden bleiben. Dafür will ich etwas tun."

Dass viele Besucher gerade über Themen wie die Tagespflege, ambulante Versorgung und barrierefreies Wohnen mehr wissen wollten, beobachtete auch Thomas Wenzel vom Kreisverband Wesel der Awo: "Wir erleben Besucher, die in ihren vier Wänden so lange wie möglich selbstständig leben wollen und dafür Unterstützung suchen." Dafür müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein - eine gute Versorgung, die Erreichbarkeit von Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten, Apotheken und ähnliches. "Unsere Besucher wollen im Leben leben", sagte Wenzel.

Doch auch Angebote mit einem ganz anderen Schwerpunkt waren gut besucht. Bettina Schilling ist Fachgesundheits- und Krankenpflegerin im Bereich der psychiatrischen Pflege im St.-Nikolaus-Hospital, sie klärte über sensible Themen wie Depression und Demenz auf. "Wir hatten guten Zulauf. Oft erleben wir einige Tage später, dass sich Betroffene bei uns melden und das Gespräch suchen. Dann haben wir schon ein wichtiges Ziel erreicht", sagte Schilling.

Gesundheitstrainerin Edith Stapelmann von Injoy zeigte Senioren, wie sie ihren Körper fit halten können. "Gerade Menschen mit neuen Knie- und Hüftgelenken brauchen ein entsprechendes Training, um schnell wieder aktiv zu werden", sagtr sie. Galt früher die medizinische Empfehlung, sich zu schonen, wird heute rasch mobilisiert. Die Besucherin Bertel Pattscheck trainiert seit Jahren bei Stapelmann. "Muskeltraining ist im Alter wichtig. Ohne Training wäre ich heute nicht so mobil", sagte sie.

SV Concordia Ossenberg hat sich das Motto "Bewegt älter werden" gegeben und stellte Sport- und Fitnessangebote für ältere Generation vor. "Der Bedarf ist da und für uns als Verein eine Herausforderung. Das Thema Leben im Alter wird immer wichtiger", sagte der Vorsitzende Burghard Kretschmer. Über Kooperationen mit Seniorenzentren oder einen Abholdienst müsse neu nachgedacht werden.

Der Seniorenratgeber der Stadt Rheinberg mit wichtigen Adressen und Kontaktdaten "ging weg wie geschnitten Brot", sagte Gisela Ingenpaß, die mit einem Stand den Rheinberger Seniorenbeirat vertrat.

Einig sind sich die Aussteller wie Besucher, dass die Senioren- und Pflegemesse guten Zulauf hatte, die verschiedenen Beratungsbereiche im Vorfeld geschickt gewählt wurden.

Quelle: RP
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