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Rheinberg
Erweiterung der Europaschule dauert

Rheinberg. In der Rheinberger Ratssitzung zeichnete der Technische Beigeordnete Dieter Paus die Verfahrensschritte für das Millionen-Projekt nach. Im Januar soll mit der Fachplanung begonnen werden. Der Bauantrag ist noch nicht gestellt. Von Uwe Plien

Das Rheinberger Schulzentrum muss erweitert werden, weil die Schülerzahl steigen wird. Der Grund: Haupt- und Realschule - beide bis Klasse zehn - laufen aus, die 2011 gegründete Gemeinschaftsschule läuft mit gymnasialer Oberstufe und wird auf 13 Jahrgänge anwachsen. Im Sommer 2017 wechseln die ersten Gemeinschaftsschüler in die Elf und damit in die Oberstufe. Weil die Europaschule die Sekundarschule Alpen (bis Klasse zehn) als Kooperationspartner hat, wird für die komplette Oberstufe in Rheinberg mit etwa 300 Schülern gerechnet. Da reicht der Platz im jetzigen Gebäude vorne und hinten nicht. Weil abzusehen war, dass noch Jahre ins Land ziehen, bis der Anbau fertig sein wird, weichen die jeweils 150 Kinder der fünften Klassen seit diesem Schuljahr in die ehemalige Maria-Montessorischule an der Kurfürstenstraße aus.

Die Frage ist nun, wie lange die Fünftklässler in der Nebenstelle lernen müssen. Anfangs war von drei Jahren die Rede, inzwischen eher von fünf. In der Ratssitzung erkundigte sich Ratsherr Joachim Schmitz (SPD) nach dem weiteren Vorgehen. Ist der Bauantrag schon gestellt? Gibt es eine verlässliche Kostenberechnung beziehungsweise -schätzung? Wann tagt die als politisch besetztes Begleitgremium zur Erweiterung gegründete Arbeitsgruppe? So lauteten einige der Fragen des Politikers. Schmitz erinnerte daran, dass es bereits im Oktober 2014 eine gemeinsame Sitzung von Schul- und Bau-, Planungs- und Umweltausschuss gegeben habe. Damals stellte Architekt Christoph Parade die Erweiterungspläne umfassend vor. Im Nachgang wurde über Einsparungen diskutiert. Die SPD hatte damals versucht, eine Kostendeckelung von zehn Millionen Euro einzuziehen - aus Sorge, dass die Kosten ausufern könnten. Jetzt sagte Joachim Schmitz, seine Fraktion sei davon ausgegangen, dass die Planungen schon weitergediehen seien. Stattdessen rede die Stadt noch von "Vorplanungen".

Er habe immer darauf verwiesen, dass erst dann ausgeschrieben werden könne, wenn die vorbereitenden Arbeiten erledigt seien, sagte der Technische Beigeordnete Dieter Paus im Rat. Das Vergabeverfahren habe im Oktober beginnen können. Weil europaweit ausgeschrieben werden muss, ziehen dafür sechs bis sieben Monate ins Land. Für die Fachplanung rechnet die Stadt mit weiteren vier Monaten.

Die Arbeitsgruppe könne im Januar tagen. Paus: "Ein Bauantrag wurde noch nicht gestellt, das folgt erst in einer späteren Phase des Verfahrens." Von Beginn an, so unterstrich der Beigeordnete, sei stets gesagt worden, dass bis zum Baubeginn drei bis dreieinhalb Jahre verstreichen würden. SPD-Ratsherr Michael Kuklinski machte darauf aufmerksam, "dass uns die Planung von Professor Parade zu teuer war. Er wollte ja eine günstigere Version vorlegen". Das sei erst jetzt ein Thema, sagte Dieter Paus: "Jetzt wird gearbeitet, im Januar sehen wir dann, wie mit Standards umgegangen wird."

Quelle: RP
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