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Rheinberg
Es kann rundgehen auf der Kirmes am Festzelt

Rheinberg: Es kann rundgehen auf der Kirmes am Festzelt
Paul Müller, Schausteller aus Meerbusch, und seine Helfer bei der Arbeit: Nun ist alles aufgebaut, nach dem Fassanstich heute, kann's rundgehen. FOTO: Ostermann
Rheinberg. Auf der Schützenwiese und auf der Fläche gegenüber erhoffen sich gut 20 Schausteller gutes Sommerwetter und viele Besucher. Die Orsoyer Straße ist Richtung City gesperrt. Erste Kritik an der "kleinen Kirmes". Von Sassan Dastkutah und Bernfried Paus

Mit dem Fassanstich heute um 14 Uhr starten Kirmes und Schützenfest, das diesmal der Bürgerschützenverein Rheinberg 1851 ausrichtet. Bis es aber rundgeht, war viel zu tun. Regen macht Schaustellern nichts. "Wir arbeiten bei Wind und Wetter", sagt Paul Müller (69), der mit zwei Mitarbeitern und seiner Frau den Mini-Jet und die Schießbude aufbaut.

Auf der Schützenwiese und auf der anderen Straßenseite an der Wiese, wo früher Café Püttmann stand, herrscht geschäftiges Treiben. Es wird gehämmert und gezimmert. Der Schießwagen von Paul Müller steht. Jetzt müssen nur noch einige Stufen, die zu den 80 Kilo schweren Fliegern führen, sicher montiert werden.

Dann geht es nur noch darum, den Mini-Jet in die Balance zu bringen. Mitarbeiter Daniel Horvat (38) setzt Keile und Pflöcke. "Hier auf der Wiese haben wir keine ebene Fläche. Daher müssen wir das Gerät austarieren." Am Ende ist der Chef zufrieden: "So - das sieht gut aus." Seit acht Jahren kommt der sympathische Schausteller, der 1971 mit einer Schießbude angefangen hat, nach Rheinberg.

Auch an der "Bayerischen Losbude" wird noch gearbeitet. Dann müssen einige von den Schaustellern ihre Autos wegfahren. Ein Lkw mit Bierwagen hinten dran fährt aufs Gelände. Der Fahrer bahnt sich seinen Weg an Geräten und Buden vorbei zum Schützenzelt. Überall auf der Wiese sind Männer beschäftigt, mit routinierten Abläufen ihre Fahrtgeschäfte fertig zu bauen. Der Autoscooter steht. Auf der anderen Straßenseite wird noch am Musikexpress gearbeitet.

Auch Willi Krack, der Zeltbetreiber, der schon über 38 Jahre dabei ist, hat einiges zu tun. "Wir müssen die Tische noch aufstellen", sagt er. Auf der Kirmeswiese sorgt Roman Haid, Kassierer beim Niederrheinischen Schaustellerverein, dafür, dass beim Aufbau der rund 20 Fahrgeschäfte und Buden alles passt. Haid hatte im Vorfeld mit Vertretern der Stadt das Thema Sicherheit erörtert. Die Orsoyer Straße in Richtung Stadtmitte wird gesperrt. Auch die Busse müssen umgeleitet werden, so dass Kirmesgänger sicher die Straße queren können. Auch Paul Müller ist Sicherheit wichtig. Der 69-Jährige checkt den Mini-Jet, bevor die Kinder aufsteigen, um im Kreis zu fliegen: "Ich überprüfe vorher, ob jeder Bolzen und jeder Splint festsitzt. Müller freut sich auf die Kirmestage.

Aber es gibt nach dem Aufbau auch erste Kritiker, die "enttäuscht" sind "von so einer kleinen Kirmes". Das sei kein Vergleich mit dem Rheinberger Kirmestreiben in den ersten Jahren nach dem Jahrtausendwechsel, so ein RP-Leser, als sich die Kirmes durch die City zog und weithin sichtbar ein Riesenrad Kirmesbesucher bis 38 Meter hoch über Rheinberg gondelte. Vor zwei Jahren habe sich die Kirmes vom Markt zurückgezogen, von Zusagen, dass sie wieder wachsen solle, sehe er nichts. Im Gegenteil. "Jetzt haben wir nicht mal mehr 'ne Backfischbude", so der Rheinberger.

Quelle: RP
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