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Rheinberg
Europaschüler zu Sporthelfern ausgebildet

Rheinberg. Die Neun- und Zehntklässler leiten jetzt Gruppen von jüngeren Mitschülern. Von Uwe Plien

27 Europaschüler der Jahrgangsstufen neun und zehn sind jetzt zertifizierte Sporthelfer an ihrer Schule. Sie haben innerhalb des Unterrichtsfachs "Wir für Uns" eine halbes Jahr lang eine Ausbildung absolviert und das Erlernte in einem weiteren halben Jahr praktisch umgesetzt. Für die bestandene Prüfung erhielten die Sporthelfer ein Zertifikat und blaue T-Shirts des Landessportbunds, die ihnen Bürgermeister Frank Tatzel und Direktor Norbert Giesen überreichten.

"Die Schüler leiten teilweise jetzt selbstständig kleine Gruppen mit Schülern aus den Jahrgangsstufen fünf, sechs und sieben", sagt Martin Reichert aus der Schulleitung. "Dann wird beispielsweise in den Pausen oder in Freistunden Basketball oder Badminton gespielt." Einige der Neunt- und Zehntklässler haben auch Sporthelferpraktika beim TuS 08 Rheinberg absolviert.

Auch die Theorie gehörte zur Ausbildung. Rechtliche Aspekte wie die Aufsichtspflicht, auch sportmedizinische Aspekte wurden durchgenommen.

"Die Sporthelfer haben mit den jüngeren Schülern Trendsportarten behandelt", sagt Sportlehrerin Kerstin Lehmann, die das Projekt zusammen mit ihrem Kollegen Christian Schmidt geleitet hat. Dabei ging es um Sportarten wie Bouncerball. Die Schläger sehen aus wie überdimensionale Q-Tips. Oder es wurde mit einem riesigen Kin-Ball gespielt. Kerstin Lehmann: "Auch Diskgolf - Golf mit Frisbee - war ein Thema."

Martin Reichert, didaktischer Leiter der Europaschule, ist die soziale Komponente wichtig. "Einige Schüler haben kognitive Talente, andere eher soziale. Unser Ziel ist es, diese Begabungen herauszufinden und bei jedem einzelnen Schüler zu fördern." "WirfürUns" bedeutet, dass Schüler in acht unterschiedlichen Modulen Verantwortung im Sinne der Peergroupeduction übernehmen. Neben Streitschlichtung, Schulsanitäter, Schüler-helfen-Schülern und Sporthelfer wurden auch neue Module wie Artdeco, Teamtechnik, Eine-Welt-Scouts und die "Aktivbilis" entwickelt.

Bürgermeister Frank Tatzel lobte das Projekt: "Auch bei der beruflichen Eignung werde von den Ausbildungsbetrieben darauf geachtet, inwieweit sich die Bewerber auch in ihrer Freizeit engagieren. Teamgeist und Führungsqualitäten sind hoch im Kurs bei Ausbildern."

Für Norbert Giesen gehört der Sport schon immer zu seinem Leben dazu. Auch Martin Reichert weiß zu berichten: "Bei der Berufswahl hat mir die Zeit als Übungsgruppenleiter im Sport sehr geholfen und mich erst darauf gebracht, Wissen vermitteln zu wollen. Die Schüler wollen und können Verantwortung übernehmen und daran wachsen."

Quelle: RP
 
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