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Alpen
Fachfrau für Rücken und andere Wehwehchen

Alpen: Fachfrau für Rücken und andere Wehwehchen
Andrea Seuß hat heilende Hände und sorgt unter anderem gezielt dafür, dass muskuläre Verspannungen gelöst werden. FOTO: Ostermann
Alpen. Andrea Seuß führt seit zwei Jahrzehnten ihre Praxis für Physiotherapie an der Lindenallee in Alpen. In der Zeit hat sich eine Menge getan. Von Sabine Hannemann

20 Jahre am Ort - Physiotherapeutin Andrea Seuß (45) sind Zufriedenheit und Stolz anzusehen. Seit 1995 betreibt sie ihre physiotherapeutische Praxis an der Lindenallee mitten in Alpen. Zwei Jahrzehnte nach dem Start ist sie Chefin eines zwölfköpfigen Teams. Die berufliche Vielfalt macht für sie den Reiz aus - von der Orthopädie, Neurologie über Sportmedizin bis hin zu Lungen-, Herz- und Gefäßerkrankungen.

An ihren Start in die Selbstständigkeit erinnert sie sich gut. Nach der Ausbildung trat sie an der Lindenallee, wo sich 1986 eine krankengymnastische Praxis angesiedelt hatte, ihre erste Stelle an. Als ihr nach zweijähriger Berufstätigkeit von ihrer Chefin das Übernahmeangebot gemacht wurde, wagte sie, den "Sprung ins kalte Wasser", erzählt sie: "Mir wurde sozusagen die Praxis vor die Füße gelegt."

Mit familiärer Unterstützung legte sie einen gelungenen Start hin. "Im Laufe der Zeit haben wir unser Leistungsspektrum erweitert und immer weiter an die Bedürfnisse der Patienten angepasst", so die Unternehmerin. Dafür sorgen unter anderem ihre Mitarbeiterinnen, die ihre Spezialgebiete einbringen. Ebenfalls im Leistungsspektrum findet sich ein Therapie-Angebot für Kinder auf neurophysiologischen Grundlagen. Eines der Schwerpunktbereiche von Andrea Seuß ist die Manuelle Therapie.

2002 erfolgte nochmals eine gravierende Veränderung. Die Räumlichkeiten wurden erweitert und ein krankengymnastisches Training an Geräten möglich. "Das war damals etwas völlig Neues, das die Krankenkassen möglich gemacht haben. Bis heute machen bei uns Einzelpersonen und Kleingruppen vorbeugendes Gerätetraining", so Seuß. "Krankenkassen setzen auf die Gesunderhaltung und Vorbeugung; sie bezuschussen die Kurse", erläutert Andrea Seuß, die selber Autogenes Training und Rückenschule anbietet. Aus fachlicher Sicht kann sie bestätigen, "dass Rückenerkrankungen und Stresserkrankungen mit diffusen Schmerzen zunehmen".

Zum Klientel im Umkreis von rund 15 Kilometern gehören neben Berufstätigen vor allem Senioren. "Wir machen auch Hausbesuche, um bettlägerige oder frisch operierte Patienten zu behandeln, die nicht in die Praxis kommen können", so Andrea Seuß.

Als sie sich nach dem Schulabschluss für ihren beruflichen Weg entscheiden musste, liebäugelte sie zunächst mit einem Medizin-Studium. Aber auch Sport machte ihr Spaß. Ihre Tante in Monheim arrangierte für sie eine Praktikumswoche in ihrer physiotherapeutischen Praxis. Die Entscheidung fiel schnell, "weil der medizinische und sportliche Bereich ganz dicht zusammenliegen. Ich wusste sofort, in dem Beruf wird es mir nie langweilig", so Andrea Seuß.

Sie erlebt die Gesundung mit, beispielsweise nach Hüft- oder Knieoperationen. "Wir helfen, wieder in die Spur zu kommen", sagt Seuß. Einfühlungsvermögen, Zuhören und Anteilnahme haben für sie einen hohen Stellenwert. "So können sich Physiotherapie und Schulmedizin ergänzen", sagt Seuß.

Drei Jahre dauert die Grundausbildung zum Physiotherapeuten an einer Fachschule. Nach ersten Berufserfahrungen kann es über Zusatzkurse zur Spezialisierung kommen. Schon jetzt zeichnet sich ein Fachkräftemangel ab: Patientennachfrage und Verordnungen steigen. Seuß: "Der Nachwuchs fehlt." www.physio-seuss.de

Quelle: RP
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