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Alpen
Ferien auf dem Ponyhof

Alpen: Ferien auf dem Ponyhof
Ferienspaß auf dem Reiterhof Hillmannshof in Drüpt: Der Kinderschutzbund Alpen als Organisator verteilte an die Kinder grüne Mützen mit seinem Logo. Es gab auch Spiele ohne Pferde. Diese Gruppe startet hier zu einer Buchstaben-Rallye. FOTO: Armin Fischer
Alpen. Unter den vielen Veranstaltungen im Alpener Ferienspielkalender ist ein Programmpunkt seit nun schon elf Jahren besonders begehrt: Spiel und Spaß auf dem Hillmannshof. "Wir hatten mehr als 70 Anmeldungen. Leider konnten wir nur 54 Kinder mitnehmen, die wir in fünf Gruppen aufgeteilt haben", bedauert Irmgard Gräven vom Kinderschutzbund Alpen, der das beliebte Angebot Jahr für Jahr auf die Beine stellt. Von Erwin Kohl

Hauptgrund für die Obergrenze sind die sechs Pferde und Ponys, die den Kindern geduldig zur Verfügung stehen. Um die Zeit bis zum ersten Ritt in der Halle zu verkürzen, hatte sich das neunköpfige Team des Kinderschutzbundes ein buntes Rahmenprogramm ausgedacht.

Maßgeblich unterstützt wurde es dabei von Christiane Reckward. Die Hofbetreiberin hat nicht nur die Kölner Pferdeakademie besucht, sondern ist zudem gelernte Erzieherin. Eine ihrer Ideen ist das pädagogisch wertvolle Spiel "Begriffe raten", bei dem Fachkenntnisse rund um die Vierbeiner von Vorteil sind. "Wir geben ein Wort wie zum Beispiel Putzkiste oder Pferdebox vor, und die Kinder müssen sagen, was alles dort hinein gehört", erklärte Christiane Reckward.

Eine andere Gruppe durfte sich in der Zwischenzeit aus einer Weidenrute, Papier und Wolle ein Steckenpferd basteln. Betreuerin Dagmar Eberl musste sich selbst erstmal mit der Technik vertraut machen: "Auch für uns ist das immer wieder überraschend, aber es macht richtig Spaß."

Den hatte auch Lisanne, die Shetlandpony Arnold auf der Wiese nebenan durch einen abgesteckten Parcours und über kleinere Hindernisse führen durfte. "Der Arnold ist supernett, ganz ruhig und total gehorsam, außerdem kann man auf ihm reiten", sagte Lisanne. Viel wichtiger aber ist der neunjährigen Pony-Führerin etwas ganz Anderes: "Es ist schön, dass man einen lebendigen Freund hat."

Fünf weitere davon warteten in der Reithalle auf die nächste Gruppe. Mit Helmen und festem Schuhwerk wurden die Pferdefans zunächst von Reitlehrerin Tamara Horstmann eingewiesen: "Bevor Ihr auf den Sattel steigt, solltet Ihr Kontakt mit dem Pferd oder dem Pony aufnehmen", sagte sie: "Redet mit ihm, streichelt und knuddelt es. Das nimmt euch und auch dem Tier die Angst."

Nur wann ist ein Pferd ein Pferd und wann ein Pony? "Bis zum Stockmaß, also bis zur Höhe von 1,48 Meter ist es ein Pony, wenn es größer ist, ein Pferd", erklärt die Expertin.

Unter den 54 Teilnehmern waren nur wenige Jungen. Für Tamara Horstmann ist das normal: "Reiten ist immer noch ein Mädchensport. Jungen fangen später damit an und interessieren sich dann mehr fürs Springreiten." Zwei bis drei Mal konnte jedes Kind geführt reiten. Wer es sich zutraute, durfte auch mal die Zügel in die Hand nehmen und leichten Trab probieren.

Parodie ist das gewohnt, der Hengst wechselt bereitwillig die Gangart. Reiterin Nele war hellauf begeistert: "Leider haben wir zu Hause keinen Stall, sonst würde ich Parodie mitnehmen." Am Ende gab es für die Ferienkinder noch Würstchen zur Stärkung und ein Eis zum Nachtisch.

Quelle: RP
 
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