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Rheinberg
Ferienkinder als Stars in der Manege

Rheinberg: Ferienkinder als Stars in der Manege
Diese bezaubernden Seiltänzerinnen im Hawaii-Look bekamen viel Applaus für ihre Vorführungen. Überhaupt waren die die etwa 600 Zuschauer im Zelt - darunter viele Eltern - begeistert von dem, was sie zu sehen bekamen. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Bei der ersten Abschlussgala im Ferienalarm-Zirkusprojekt bejubelten 600 Besucher die Leistungen der 125 Artisten. Von Erwin Kohl

Auf diesen Augenblick haben sich die 125 Kinder des Rheinberger Ferienalarm-Projekts die ganze Woche gefreut. Einmal vor 600 Zuschauern als Star in der Manege stehen, das dürfte zu den Erlebnissen zählen, die man nie mehr vergisst. "Der "Circus for Kids Rondel" machte diesen Traum mal wieder wahr. Nach nur zwölf Übungsstunden und einer Generalprobe fand am Freitag im großen Zelt hinter der Grote-Gert-Grundschule in Rheinberg die Premierenvorstellung statt.

Zirkusdirektor René Ortmann ist vom Erfolg überzeugt, schließlich macht er den Ferienjob in Rheinberg bereits zum fünften Mal. Mittlerweile kennt er auch die Tendenzen, wenn es um die Verteilung der Teilnehmer auf die zwölf Programmnummern geht. "Mädchen arbeiten gerne mit Tieren oder möchten am Trapez hoch hinaus, während die Jungen gerne aufs Trampolin gehen und mit dem Feuer spielen", erklärt Ortmann.

Bei der Ziegendressur mit Heidi-Musik und passenden Kostümen musste sich dieser Junge sehr konzentrieren. FOTO: Fischer, Armin (arfi)

Während sich vor dem Zirkuszelt bereits eine lange Schlange bildet, bereiten sich die Künstler in der Turnhalle auf ihren großen Auftritt vor. Geradezu tiefenentspannt wirken Janina und ihre Freundinnen. Herrlich geschminkt albern sie in ihren Glitzerkostümen um die Wette. Dabei werden sie gleich in einer Höhe von bis zu zwölf Metern am Trapez baumeln - und das ohne Netz und doppelten Boden. Für Janina ist das überhaupt kein Problem: "Warum soll ich Angst haben? Wenn ich herunter falle, steht unten schon jemand, der mich auffängt." Einige der Kinder sind bereits zum zweiten oder dritten Mal dabei.

Ein echter Ferienalarm-Zirkus-Profi ist Berit. Seit fünf Jahren überzeugt die Elfjährige als Clown, einer Rolle, die ihr auf den Leib geschneidert scheint. Schon lange vor dem Auftritt lacht Berit sich warm, hält dabei aber dennoch die Konzentration hoch: "Die langen Texte zu behalten ist sehr schwierig." Kurz darauf stehen die Mini-Artisten mitten im Blitzlichtgewitter von Eltern, Großeltern, Freunden und Verwandten. Denn filmen und fotografieren, so die Ansage von Zirkusdirektor René Ortmann, "ist aus urheberrechtlichen Gründen ausdrücklich erlaubt". Herrliche Motive gab es zuhauf. Ein besonders begehrtes waren sechs Mädchen, die in farbenfrohen Schmetterlingskostümen gekleidet, passend zur Musik Tauben auf Leitern und Trommeln balancieren ließen.

Mit höchster Anspannung wartete Lennart Lindemann auf seinen großen Moment. Für den Jongleur galt es, drei von Trainer Ramon zugeworfene Ringe so aufzufangen, dass sie über den Armen und dem Hals baumeln. Klappte auf Anhieb, dafür gab es Applaus. Der Orsoyer blieb bescheiden: "Der Trick ist die Wurftechnik, wenn die stimmt, lassen sich die Ringe leicht fangen."

Sommerliche Temperaturen, 600 Menschen, Nebel und Scheinwerfer sorgten für eine mollige Wärme im Zirkuszelt. Die wurde beim Auftritt der "Trampo-Boys" zusätzlich angeheizt. Denn die Zirkuskids flogen mit spektakulären Salti durch meterhohe Flammen oder über den Kopf ihres Trainers. Nach dieser Nummer ließen sich die Jungs bei einer Ehrenrunde durchs Zelt mit coolen Sonnenbrillen und schrägen Caps vom Publikum beklatschen.

Rheinbergs Nachwuchs steht auf den Ferienzirkus, das bestätigt auch Stadtjugendpflegerin Babette Heimes: "Die 375 Plätze sind innerhalb von einer Woche vergeben."

Quelle: RP
 
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