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Rheinberg
Feuer und Licht brennen für Solidarität

Rheinberg: Feuer und Licht brennen für Solidarität
Die rühren die Werbetrommel für die Solidaritätsaktion am 18. November (v.l.): Manuel Kutz (Caritasverband), Frank Tatzel (Bürgermeister), Brunhild Demmer (Vorstandsvorsitzende Caritasverband), Frank-Rainer Laake (Vorstand Sparkasse) und Andre Stockmanns (Caritas). FOTO: Holger Schmitz (SAN)
Rheinberg. Der Kirchenvorplatz der St.-Anna-Kirche gehört zu den bundesweiten Aktionsplätzen von "Eine Million Sterne". Der Caritasverband Moers-Xanten und die Rheinberger zünden die Kerzen an. Bürgermeister Frank Tatzel ist Schirmherr. Von Sabine Hannemann

Mit 333 gekauften Kerzen hat die Rheinberger Filiale der Sparkasse am Niederrhein vorgelegt und für die Mitmachaktion "Eine Million Sterne" die Weichen gestellt. Ziel ist es, rund 2000 Kerzen am Samstag, 18. November, ab 17.30 Uhr, erstrahlen zu lassen. Kerzen in Tontöpfen können in allen sechs Geschäftsstellen erworben werden. Vor der St.-Anna-Kirche wird auf der Fläche von zehn mal 17 Quadratmetern ein Lichtermeer mit einem Kerzenbild leuchten. Ein Zeichen der Solidarität, die unter dem Motto "Zusammen sind wir Heimat. Gemeinsam tun wir Gutes" steht.

Zum wiederholten Mal beteiligt sich der Caritasverband Moers-Xanten an der bundesweiten Kampagne. "Diesmal ist wieder Rheinberg der Austragungsort", so Vorstandsvorsitzende Brunhild Demmer. Da der Marktplatz umgestaltet wird, fiel die Wahl auf den Kirchvorhof der St.-Anna-Kirche, erläutert Bürgermeister Frank Tatzel die Standortfrage. Er hat die Schirmherrschaft übernommen.

Das Faszinierende an der Lichteraktion ist die Botschaft der Solidarität, die die Kerzenspender auf den Weg bringen. Beim Kauf einer Kerze für drei Euro fließen ohne Abzüge je 1,50 Euro in ein örtliches Caritas-Projekt und in ein Bildungsprojekt im Libanon, das Caritas International dort betreibt. Bildung für libanesische und syrische Kinder statt Bettelei, um den Teufelskreis zu durchbrechen, lautet die Zielsetzung. "Auch bei uns vergessen wir die Not nicht. Wir haben alles im Blick. Das Geld wird mit System an Projekte für benachteiligte Jugendliche vor Ort verwendet", so Demmer über den Verteilungsschlüssel zu gleichen Teilen. Für Sparkassenvorstand Frank-Rainer Lake macht dieser Aspekt der internationalen und lokalen Förderung das berühmte Salz in der Suppe aus. "Diese besondere Mischung macht die Aktion so wertvoll." Wie Hilfe, die eng mit dem aktuellen Motto Heimat verbunden ist, im Libanon organisiert wird, erläuterte Brunhild Demmer. Sie hat bereits die Strukturen und Organisation von Hilfe vor Ort kennengelernt. Im Libanon, nach der Einwohnerzahl vergleichbar mit dem Bundesland Hessen, haben rund zwei Millionen Flüchtlinge, überwiegend aus Syrien, eine neue Heimat gefunden. Weltweit sind 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Die Caritas Libanon setzt in Zusammenarbeit mit der Unicef mit Schul- und Lernangeboten und Integrationsklassen auf ein interkulturelles Projekt an über 300 Schulstandorten, das von ehrenamtlichen Teams gestemmt wird, so die Projektbeschreibung der Solidaritätsaktion. "Diese Menschen sind auf Spenden angewiesen", so Demmer. Die Organisation der Veranstaltung inklusive Aufstellen der Kerzen wird über die Caritas und die Pfadfinder mitgeleistet. "Die Tongefäße werden für die nächste Aktion mit neuen Kerzen befüllt", so Demmer über die Nachhaltigkeit. Angeboten werden am Aktionssamstag unter anderem Musik, die Caritas-Wurst vom Grill, Glühwein, Stockbrot und Kinderpunsch, so dass rund um die Feuerjurte Solidarität als Wert erlebbar ist. Geplant ist der Aufbau einer Laufbühne, um das Lichtermeer mit Kerzenbild noch besser zu sehen. "Ein buntes Zusammenkommen", meint Manuel Kutz von der Caritas, der auf Mithilfe von Vereinen und Schulklassen baut. Von dem Erlös soll unter anderem ein Begegnungsfest gefeiert werden.

Wer mithelfen will, meldet sich bei Manuel Kutz unter 02843 97100.

Quelle: RP
 
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