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Alpen
Finale der Ideen für Alpen begeistert

Alpen. Rund 180 Bürger bei der Präsentation der Teams. Entscheidung in der Nacht. Von Bernfried Paus

Um 20.41 Uhr - eine gute halbe Stunde früher als erwartet - wurde das Finale im Wettstreit der Ideen für die künftige Gestalt des Ortes Alpen beendet - mit einem freundlichen Dank an rund 180 Zuhörer im vollen, aber nicht bis auf den letzten Platz gefüllten Pädagogischen Zentrum. Die hatten mit großer Geduld, aufmerksam und sichtlich interessiert den sechs Vorträgen der Teams gelauscht, die sich um den Sieg und die Aufgabe beworben haben, das Dorf so auszustaffieren, dass es seine Möglichkeiten für Einwohner und Besucher voll entfaltet.

Die siebenköpfige Jury zog sich nach der Schlusspräsentation zur Beratung ins Rathaus zurück. Die Abstimmung über Sieg und Platzierung wurde erst um Mitternacht erwartet. Unabhängig vom Ausgang gingen die Meisten mit dem guten Gefühl nach Hause, dass was Gutes für Alpen in Gang gekommen ist.

Das anhaltende Interesse am Wettbewerb unterstreicht, dass der "Paradigmenwechsel" in der Dorfentwicklung, wie es Planerin Anne Casprig gestern Abend formulierte, "auf einem sehr guten Weg" ist: weg von punktuellen Debatten über einzelne Maßnahmen hin zu einem Leitbild, einem perspektivischen Entwurf aus einem Guss.

Dass den Bürgern die neue Ausrichtung gefällt, belegt nicht nur die hohe Beteiligung in den Dialog-Foren. Ein Besucher formulierte seine Zufriedenheit gestern Abend als Enttäuschung darüber, dass mit der Entscheidung des Schiedsgerichtes die Bürgerbeteiligung am Ende sei.

Ein Missverständnis, beteuerte Bürgermeister Thomas Ahls: "Wir werden auch in Zukunft weiter alle einbeziehen." Dann bat er die Alpener, der Jury "Botschaften" mit auf den Weg zu geben. Eine davon war, Kinder und Jugendliche mit einzubeziehen, die schließlich die Zukunft des Ortes verkörpern. Eine andere war, Radlern und Fußgängern öfter Vorfahrt einzuräumen.

Planerin Casprig bekräftigte, dass der Wettbewerb zwar am Ende angekommen sei: "Aber wir stehen erst am Anfang." Die Bürger seien nicht raus, sondern angekommen im Prozess auf dem Weg in die Zukunft. Alle Entwürfe werden im Rathaus ausgestellt. Dienstags (17-18 Uhr) und donnerstags (16-17 Uhr) gibt's Führungen. Am 23. Juni wird über die Entscheidungsfindung und das Siegerkonzept informiert. Und darüber, wie's weitergeht mit den vielen guten Ideen, Alpen noch lebenswerter zu machen. Die Bilder, die alle Büros vom pulsierenden Leben auf und entlang der Hauptschlagader Burgstraße gezeichnet haben, machen Lust auf mehr.

Quelle: RP
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