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Rheinberg
Flashback überzeugen mit Rolling-Stones-Hits

Rheinberg: Flashback überzeugen mit Rolling-Stones-Hits
Saxofonist Gabriel Radwan und Sänger Thomas Hanster rocken auf der Bühne im "Schwarzen Adler". FOTO: O.T.T.O
Rheinberg. Die Cover-Band Flashback tritt im "Schwarzen Adler" auf und spielt insgesamt 35 Hits der englischen Kultband. "Und der Sänger hat sogar ein bisschen Ähnlichkeit mit Mick Jagger", sagt ein Gast. Von Alexander Florié-Albrecht

Seit mehr als fünfzig Jahren faszinieren die Songs der Rolling Stones Generationen von Musikfans. "Das ist einfach handgemachte Musik", bekannte der Moerser Axel Sink, der einen Vergleich zur Hardrock-Band Linkin Park zog, die der 40-Jährige bei seinem Konzerterlebnis als "zu verzerrt und mit zu viel Technik" wahrgenommen hatte. Das versetze ihn einfach wieder in die alten Zeiten zurück, so der Rheinberger Jürgen Osthof über den Abend, den er gemeinsam mit Ehefrau Brigitte im "Schwarzen Adler" erlebt hat. "Und der Sänger hat sogar ein bisschen Ähnlichkeit mit Mick Jagger."

Anlass für seine Freude war die Combo "Flashback", eine Rolling-Stones-Tribute-Band aus Essen und Umgebung, die Ernst Barten und Luise Theile als künstlerische Leiter im "Adler" bei ihrem Auftritt im Rahmen der Enni-Night bereits begrüßen durften. Und die damals ausreichend angetan waren von der Band, um sie erneut an den Nieder-rhein zu holen.

Warum sie seit 23 Jahren immer noch diese Songs spielen, dafür hatte ihr Sänger Thomas Hanster eine einfache Erklärung: "Wir haben Spaß an der Musik, - und die Leute gehen unheimlich mit uns mit." So sah das auch Gitarrist und Saxofonist Gabriel Radwan, der seit 2000 mit dabei ist und freimütig bekannte: "Das Original zu hören, fällt mir schwer, aber das hier gefällt mir doch sehr."

Und das nicht zuletzt, weil die Band "nicht den Versuch unternimmt, die Stones eins zu eins zu kopieren, sondern so eine Art Vertiefung und eigene Interpretation" zusammenzubringen, skizzierte Sänger Hanster die musikalische Stones-Idee der Band.

Gemeinsam mit Lead-Gitarrist Ron Mitra, Bassist Klaus Sllowsky und dem Schlagzeuger Wilfried Albrecht traten sie in dem gut dreieinhalbstündigen Set dann den Beweis dafür an, dass man zu der Musik der Rolling Stones auch im Nicht-Original bestens tanzen und dabei eine Menge Spaß haben kann.

Verteilt auf insgesamt drei große Blöcke mit kurzer Pause, präsen-tierte das Quintett sage und schreibe 35 Songs aus dem Ewigkeitsrepertoire der Kultband - von den Anfangszeiten der Band mit Titeln wie "Street fighting man" "The last time", "Get off my cloud" oder "Paint it black" über Songs der 70er und 80er Jahre wie "Beast of burdon" oder "Start me up" im zweiten Teil bis zu den gesammelten Kultsongs wie "Angie" oder "Jumpin Jack Flash". Dabei vermochte die Band in ihren eigenen, recht unaufgeregt wirkenden Stil mit wenig Tamtam und dem Schwerpunkt auf dem eigenen Sound, das Publikum insbesondere am Ende des Konzertes zu packen.

Atmosphärisch gut und lässig entspannt gerieten langsame Nummern wie "Love in vain" oder "Waiting on a friend" mit starken Saxofon-Einlagen, zu "Gimme shelter" ließ Ron Mitra im Keith-Richards-Format die Akkorde aufheulen. Und Mitsingpflicht herrschte beim Publikum, das einen unterhaltsamen Abend verlebte, spätestens bei "Sympathy for the devil", "You can't always get what you want" und "Ruby Tuesday".

Quelle: RP
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