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Rheinberg
Fleißige Helfer befreien Millingen vom Müll

Rheinberg. Ein Treckerhänger voller Müll oder über 30 volle Säcke - das war das Resultat der Müllsammelaktion in Millingen. Ulrich Glanz, Mitglied des Trägerverein Millingen, hatte die Aktion wie die Jahre zuvor initiiert. Auch wenn es insgesamt wieder viel Müll gewesen sei, freuten sich die über 25 Müllsammler. "Das war auf jeden Fall weniger als die Jahre zuvor", verriet Glanz zufrieden. In vier Gebiete hatten die freiwilligen Helfer den Ort aufgeteilt. "Wir haben uns auf die Zufahrtsstraßen Richtung Kamp-Lintfort, Alpen, Rheinberg und Ossenberg konzentriert. Da liegt leider am meisten Müll", meinte Glanz. Von Sassan Dastkutah

Im Ort selber sei weniger Dreck, da die Anwohner den Ort sauber halten, wie der Vorsitzende des Millinger Trägerverein Wolfgang Gödeke lobend unterstrich. Die engagierten Müllsammler hoffen darauf, dass ihre Aktion die Müllsünder etwas sensibilisiere. "Wir wollen Vorbild sein", so der Millinger Dietrich Haferkamp.

Wie jedes Jahr fanden die Ehrenamtlichen wieder jede Menge Unrat. Sogar Elektroschrott wie eine Stereoanlage haben die Helfer am Straßenrand gefunden. Besonders über einen 25 Kilogramm schweren Sack Gewerbesalz und Reifen wunderten sich die Millinger. "Unglaublich, was die Leute in die Natur schmeißen", sagt Glanz. Er hatte sich familiäre Unterstützung zum Müllsammeln mitgebracht. Seine fünfjährige Enkeltochter Hannah hatte auch Müll gesammelt. "Das hat Spaß gemacht. Schade, dass die Leute so viel Abfall wegschmeißen", fand sie. Die emsige Helferin war ganz stolz, bei der Aktion mitgemacht zu haben. Ich habe schneller Müll gesammelt als mein Opa", meinte die Fünfjährige fröhlich. Enttäuscht sind die Millinger von der Deutschen Bahn. "Der Bereich um den Bahnhof, insbesondere das Bahnhofsgelände ist immer voller Müll", so Glanz. Die Stadt habe schon mehrere Male die Bahn gebeten das Bahnhofsgrundstück regelmäßig zu säubern. Passiert sei bisher nichts. Bei der Müllaktion gab es nicht nur aktiv Hilfe. Auch Spenden gab es. Die Millinger Katharina Hötte, Dietmar Heyde und Theo Lisken spendeten Geld. Wolfgang Gödeke sorgte für Brötchen, Vereinsheimwirt Sascha Juchet für die Getränke.

Quelle: RP
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