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Rheinberg
Flüchtlings-Kicker suchen Gegner

Rheinberg. Trainer Peter Mokros berichtete im Sportausschuss über "Inter Rheinberg". Von Uwe Plien

"Sport verbindet", sagte Sportausschussvorsitzende Claudia von Parzotka-Lipinski. Das Gremium befasste sich mit Sportangeboten für Flüchtlinge in Rheinberg. Der TuS Rheinberg etwa bietet seit dem vergangenen Jahr eine wöchentliche Sportstunde für vier- bis 15-jährige Kinder und Jugendliche an. Der Landessportbund fördert diese Maßnahme.

Inzwischen haben sich auch zwei Fußballmannschaften gebildet. Toni Führen trainiert beim SV Orsoy ein Team, und Peter Mokros hat nach wie vor die Multikulti-Truppe "Inter Rheinberg" unter seinen Fittichen. "Es läuft gut", sagte Peter Mokros, selbst Mitglied im Sportausschuss. Er erinnerte daran, dass im vergangenen Jahr mit großem ehrenamtlichen Einsatz ein Kleinspielfeld am Melkweg hergerichtet worden ist. "Dort haben wir bis Ende Oktober trainiert, danach ging es witterungsbedingt nicht mehr. Aber der TuS Rheinberg hat uns einen Ascheplatz zur Verfügung gestellt." Den ganzen Winter hindurch habe es einmal pro Woche ein Training gegeben, inzwischen sind 20 Spieler auch schon Mitglieder des Vereins geworden. Trainiert wird auf der Anlage an der Xantener Straße immer dienstags um 18.30 Uhr. "In dieser Woche waren wir 28 Spieler", so der Trainer. Allerdings steht der Mannschaft mit Kickern aus mehr als einem Dutzend Nationen bevor, wie Mokros ausführte: "Es gibt Eifersüchteleien zwischen jungen Männern, die in Deutschland bleiben können und welchen, die in sicher Drittstaaten abgeschoben werden. Aber das habe ich im Griff."

"Inter Rheinberg" sucht nun weitere Teams, gegen die man antreten kann - zum Beispiel Betriebssportmannschaften. Wer Interesse hat, kann sich mit Peter Mokros unter 0152 05624133 in Verbindung setzen. In Mokros Team kicken übrigens auch Deutsche mit: "Es geht ja schließlich um Integration."

Ulrich Hecker, Vorsitzender des Stadtsportverbands, verwies darauf, dass der Landessportbund Angebote für Flüchtlinge Fördermittel zur Verfügung stellt. Er will entsprechende Unterlagen besorgen. Interesse an einer Mannschaft, wie es sie in Orsoy und Rheinberg bereits gibt, hat offenbar auch der TuS Borth. Darauf wies SPD-Ausschussmitglied Daam Buitelaar hin. Er will den Kontakt halten.

Quelle: RP
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