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Rheinberg
Freier Internetzugang am Alten Rathaus

Rheinberg: Freier Internetzugang am Alten Rathaus
FOTO: Ostermann Olaf
Rheinberg. "Charmanter Start": Besucher des Großen Marktes in Rheinberg können von sofort an schnell und kostenlos im weltweiten Netz surfen. Die Startseite bietet dem Einzelhandel und der Gastronomie neue Marketing-Möglichkeiten. Von Bernfried Paus

Das Alte Rathaus sendet seit gestern Signale für die neue Zeit. Hotpots an der Süd- und Nordseite, getarnt ins denkmalgeschützte Gemäuer eingefügt, ermöglichen es Besuchern, auf dem Großen Markt bequem und gratis im weltweiten Netz zu surfen. Bürgermeister Frank Tatzel klickte sich gestern mit seinem Smartphone als erster User rein und geht davon aus, dass ihm viele folgen. "Freies Wlan in der City ist ja auch in Rheinberg schon lange ein Thema", sagte der erste Bürger der Stadt bei der offiziellen Inbetriebnahme des neuen Serviceangebotes. Das decke einen wachsenden Bedarf bei Nutzern und biete viele Chancen für den örtlichen Handel. Darauf wies Wirtschaftförderer Thomas Bajorat hin.

Bajorat hatte sich des von der SPD im Ausschuss für Stadtmarketing und Tourismus geäußerten Wunsches angenommen, auch in Rheinberg freies Wlan auf den Weg zu bringen. Dabei ist er bewusst einen anderen Weg gegangen als Alpen, das mit Händlern im Ortskern ein Freifunknetz geknüpft hat.

Bajurat hat mit dem Spezialisten SIB Systeme in Solingen Kontakt aufgenommen, der schon in Kamp-Linfort Hotspots - also offene Türen ins Internet - installiert hat und nun auch den Hotspot am Großen Markt in Rheinberg betreibt. SIB sorgt dafür, dass Besucher des Marktes mit einer Geschwindigkeit von 16 Mbit/s im Netz unterwegs sein können, auf eine halbe Stunde beschränkt. Dann muss man sich neu einwählen. Damit werde sichergestellt, dass "immer genug Bandbreite zur Verfügung steht", so SIB-Vertriebsmann Kevin Servos.

Servos erklärte, dass man einfach und schnell über unterschiedliche Wege ins Netz kommt, entweder durch "Click threw" (Durchklicken), über SMS oder auch über Facebook. Es seien umfangreiche Sicherheitsschirme aufgespannt. So gibt es beispielsweise einen "Familienfilter". Der stellt sicher, dass Kinder und Jugendliche nicht auf "verbotenen Seiten" landen.

Wer im Umfeld des Alten Rathauses in Netz geht, muss über die sogenannte "Landingpage" - zu gut Deutsch Startseite. Die soll als digitale "Marketingplattform" dem Standort Rheinberg - schwerpunktmäßig der Innenstadt mit Handel und Gastronomie - einen ordentlichen Schub verleihen, so Bajorat. Die Seite ist professionell gestaltet vom Werbespezialisten Mediartis aus Mönchengladbach, mit dem die Stadt seit Jahren zusammenarbeitet. Das Unternehmerverzeichnis auf der städtischen Homepage (www.markt-rheinberg.de) liefert das Grundgerüst für die Startseite.

Mediartis-Geschäftsführer Jörg Leiers sieht in der Plattform eine Chance für den örtlichen Einzelhandel und die Gastronomie, Kundschaft über das Smartphone direkt ins Geschäft zu holen, um den oft online informierten Kunden dann mit seiner "Kernkompetenz" zu überzeugen. Die Marketingplattform soll ständig aktualisiert und Schritt für Schritt ausgebaut werden. "Wir präsentieren einen charmanten Start", so Leiers, "und gehen davon aus, dass der Bedarf wächst."

Thomas Bajorat ist gespannt, wie sich der freie Netzzugang in der City ausdehnen wird. Bürgermeister Tazel jedenfalls ist mit dem ersten Schritt sehr zufrieden: "Der ist wichtig und erhöht die Aufenthaltsqualität rund ums Alte Rathaus."

Quelle: RP
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