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Rheinberg
Fröhliches Krachen zum Jahreswechsel

Rheinberg. Die Böllerschützengruppe der Evermarus-Bruderschaft begrüßte 2016 mit Gleichgesinnten aus vier Ortschaften. Von Fabian Kleintges-Topoll

Das Böllern ist eine alte Tradition, die ihren Ursprung bereits im 14./15. Jahrhundert hat. Zu besonderen Festtagen werden Böllerschüsse abgegeben. Am Niederrhein gibt es viele Böllergruppen, meist als Unterabteilungen von Schützenbruderschaften und -vereinen. Die Böllerschützen der St. Evermarus-Schützenbruderschaft Borth 1724 richteten auf ihrer Festwiese an der Wallacher Straße bereits zum vierten Mal das alljährliche Silvesterböllern aus. Auch in diesem Jahr wurden wieder mehrere Böllerschützengruppen aus der Region Niederrhein eingeladen, die in schmucken Uniformen und Jacken mit dem Aufdruck ihrer Herkunft sowie mit einer Menge Schwarzpulver im Gepäck aufmarschierten.

Neben den Borther Böllerschützen waren auch die der Bruderschaften St.-Barbara Keppeln, St.-Irmgardis Rees-Esserden, Freischärler Holderberg, St. Viktor Xanten, St. Johannes Praest sowie der Schützenverein Frasselt vor Ort.

Gemeinsam mit einigen privaten Einzelschützen wurden neben zahlreichen Handböllern auch einige Kanonen und eine Reihe von Standböllern gezündet. In unterschiedlichen Abständen wurden mehrere Salven in verschiedenen Choreographien abgefeuert. Das vorgegebene Böllerprogramm dauerte eine knappe Stunde und begeisterte bei sonnigem Wetter zirka 150 Schaulustige aus Borth, Wallach und der näheren und weiteren Umgebung.

Viele Zuschauer hatten sich vorsichtshalber mit Ohrstöpseln ausgestattet, so auch Bastian Baltes aus Borth. "Ich wollte meinen Kindern zum Jahresabschluss nochmal etwas bieten", erzählt der Familienvater, der wie viele andere auch mit seinen Kindern dem Spektakel beiwohnte. Unter dem gut gelaunten Publikum war auch das diesjährige Borther Königspaar Michaela und Martin Gärtner samt Throngefolge.

Für das leibliche Wohl war während der Veranstaltung bestens gesorgt. Die Frauen der Borther Böllerschützen versorgten die Besucher in einem Zelt unter anderem mit Plätzchen, Würstchen und Getränken.

Der Schluss der Veranstaltung wurde extra so gewählt, dass es jeder noch rechtzeitig zu seiner privaten Silvesterfeier schaffte. Das Programm wurde mit dem großen Finale, einer gemeinsamen Salute aller Böller sowie dem Zünden einiger GFK-Signalböller offiziell beendet. Danach klang das Böller-Event mit einem gemütlichen Beisammensein aus. "Wir haben uns bewusst dafür entschieden, die 60-minütige Veranstaltung auf die Nachmittagsstunden zu legen, denn Kinder und ältere Mitbürger sollten nicht in ihrer Abendruhe gestört werden", so Ronald Hoffmann, Sprecher der Borther Böllerschützen.

Quelle: RP
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