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Alpen
Für den Kinderkarnevalszug soll künftig 0,0 Promille gelten

So bunt feierten Kinder in Alpen Karneval
So bunt feierten Kinder in Alpen Karneval FOTO: Armin Fischer, RP
Alpen. AKK und Ordnungskräfte sind entschlossen, den Tulpensonntag wieder zu einem ungetrübten Fest für Kinder zu machen. Von Bernfried Paus

Für den närrischen Zug der Kinder am Tulpensonntag soll künftig die 0,0-Promille-Grenze gelten. Darauf haben sich der Verein zur Förderung des Alpener Kinderkarnevals (AKK) und die Verwaltung am Dienstagabend in einer Rathausrunde mit Polizei, Sicherheitsdienst und dem DRK verständigt. "Wir werden nun über den Sommer einen Entwurf für eine Neufassung der Satzung mit den Regeln für den Tulpensonntagszug erarbeiten", sagte gestern Bürgermeister Thomas Ahls auf Anfrage der Rheinischen Post.

Hintergrund der Vereinbarung, die endgültig einen Schlussstrich unter den Ärger der Vergangenheit ziehen soll, sind die Erfahrungen mit Exzessen partywütiger Jugendlicher beim Tulpensonntagszug Mitte Februar (RP berichtete). Dabei hatten mehr als 1000 junge Leute vornehmlich auf dem Aldi-Parkplatz sehr zum Ärger von Anwohnern gehörig über die Stränge geschlagen.

Mehrere hundert Jugendliche aus Kamp-Lintfort hatten sich über Facebook verabredet und waren zu Fuß nach Alpen gepilgert, um am Rande des Zuges ihre eigene Party zu feiern, mit lauter Musik aus der Konserve und jeder Menge Alkohol. Der Polizei gelang es nur mit massiver Präsenz die "Feierbiester" im Zaum zu halten. Zwei Personen wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen. Die Helfer des DRK mussten im Notfallzelt viele, teils sehr junge Leute wegen Alkoholmissbrauchs versorgen. Einige wurden mit Vergiftungserscheinungen in Krankenhäuser gebracht.

"Das wollen wir nicht mehr", so Bürgermeister Ahls. Neben dem Alkoholverbot denken die Organisatoren darüber nach, den Start des Zuges auf den Vormittag vorzuverlegen. Dann müssten auswärtige Jugendliche schon sehr früh aufstehen, um vorm oder zumindest mit dem Zug loslegen zu können. Über den Zeitpunkt soll noch mit den Kirchen gesprochen werden. Außerdem sollen Musikanlagen auf Bollerwagen gestoppt werden. "Auch ich trinke gern ein Bier", so der Bürgermeister, "aber es geht auch ohne. Ist ja ein Kinderkarnevalszug."

Quelle: RP
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