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Alpen
Für drei Wochen zurück ins Mittelalter

Alpen: Für drei Wochen zurück ins Mittelalter
Junge Ritter bewachen die köstliche Tafel, die von den Damen vorbereitet wurden: Beim Ferienprogramm der Offenen Ganztagsschule der Alpener Grundschule ging es mittelalterlich zu. FOTO: Armin Fischer
Alpen. Ferienfreizeit des Offenen Ganztags der Grundschule Zum Wald: Kinder verbanden Lern- und Bewegungsphasen. Von Peter Gottschlich

33 Kinder der Alpener Grundschule tauchten in den vergangenen drei Wochen in die Welt des Mittelalters ein. Sie nähten Kostüme, um sich in Burgfräulein und Ritter zu verwandeln. Sie lernten Spiele kennen, die Kinder und Erwachsene im Mittelalter spielten, zum Beispiel Tjost oder Schach. Sie probierten Speisen aus, die es vor 1000 Jahren gab. Sie lernten Tänze aus der Ritterzeit. Und sie übten ein mittelalterliches Theaterstück ein. Die Ergebnisse dieser Ferienfreizeit präsentierten sie am auf dem Schulhof der Alpener Grundschule "Zum Wald", der wie die Räume des Offenen Ganztages mittelalterlich dekoriert war.

In dieser Ferienfreizeit, die vom Offenen Ganztag der Grundschule organisiert wurde, verbanden die Kinder bereits Lern- und Bewegungsphasen, Spiel und Essen. Dabei war das Rheinberger Mittelalterfachgeschäft Kontor eingebunden. Damit griffen die Kinder schon ein wenig die Richtung vorweg, in die sich die Grundschule "Zum Wald" entwickelt. Zum einen zeigten sie, wie die Bedeutung des Offenen Ganztags heute als integraler Bestandteil der Schule zunimmt. Im vorletzten Schuljahr besuchten ihn 23 Kinder, im letzten, das vor sechs Wochen mit den Sommerferien endete, waren es 38 und im neuen sind es 48. Weil die Schülerzahl konstant bei 175 geblieben ist, da nach Alpen gerne junge Familien zuziehen, hat sich der Anteil in zwei Jahren verdoppelt. "Mit jedem Schuljahr sind es mehr Schüler", sagt Schulleiterin Ulla Ledermann. So nehmen die Angebote des Offenen Ganztages zu, der vom Caritas-Verband Moers-Xanten organisiert wird. Neben einer Hausaufgabenbetreuung gibt es im Ganztag verschiedene Kursangebote, beispielsweise Bodo, Fußball oder Tanzen, Kreatives, Kochen oder Computer. "Die Kurse dauern 60 Minuten", sagt Marianne Kempken-Joosten als Leiterin des Ganztages. "Von montags bis freitags gibt es von 11.30 bis 16 Uhr Angebote. Uns stehen genügend Räume der Schule zur Verfügung."

Zum anderen zeigten die Schüler in der Ferienfreizeit, wie sich Schulunterricht und Ganztag langsam stärker verzahnen. "In Teilbereichen könnte es im neuen Schuljahr eine Rhythmisierung geben, beispielsweise bei Sport und Ernährung", sagt Schulleiterin Ulla Ledermann.

Dabei heißt Rhythmisierung, das Lernen mit dem Biorhythmus zu synchronisieren - also Phasen des intensiven Lernens und der Bewegung, des Ausruhens und des Essens aufeinander abzustimmen. "Wir sind ja schon Fit-For-Future-Projektschule", sagt die Alpener Schulleiterin. "Dazu passt die Rhythmisierung beim Sport und beim Essen."

Ob es einmal zu einer weiteren Verzahnung kommt, wie es sie zum Beispiel seit zwei Jahren an der Pappelseeschule in Kamp-Lintfort gibt, lässt sie offen. "Es ist verfrüht, schon jetzt darüber zu sprechen", sagt Ulla Ledermann.

Quelle: RP
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