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Rheinberg
Für eine saubere Rheinberger Innenstadt

Rheinberg. 14 Frauen und Männer brachten die Märkte, Gelder-, Rhein- und Orsoyer Straße auf Vordermann. Von Uwe Plien

Es ist die letzte Mai-Woche, es ist ungemütlich und es nieselt unentwegt. Kein Wetter, um die Stadt herauszuputzen. Dennoch ließen sich gestern 14 Frauen und Männer nicht abhalten - sie zogen die vom Initiativkreis "Wir für Rheinberg" angesetzte Aktion durch. Eine bunt gemischte Truppe traf sich in der Mittagszeit auf dem Markt. Mit dabei: Ute Lomme und Thomas Bajorat von der Stadtverwaltung, Bärbel Kathagen und Edeltraud Hackstein vom Stadtmarketing und auch Geschäftsleute wie Frank Schubert, der im Vorstand der Werbegemeinschaft sitzt. "Ich finde es wichtig, sich an solchen Aktionen zu beteiligen", sagte der Inhaber von Uhren-Schmuck-Optik Schubert. "Das kann man auch an einem normalen Arbeitstag hinbekommen." Erkan Tarba von der Änderungsschneiderei an der Gelderstraße sieht das ähnlich. Auch er hatte sich eine Warnweste angezogen, hat sich einen Besen und einen Kratzer geschnappt und packte mit an. "Jeder kann dazu beitragen, die Stadt ein bisschen sauberer zu machen. Schließlich sprechen Kunden einen schon darauf an."

Bürgermeister Frank Tatzel begrüßte die Helfer und bedankte sich für den Einsatz. "Eine super Aktion", lobte er. "Sauberkeit ist immer ein Thema, gemeinsam können wir da was hinkriegen." Die Stadt hatte den Dienstleistungsbetrieb einbezogen, der Besen und pinkfarbene Müllsäcke zur Verfügung stellte. Am Nachmittag wurde die zusammengetragene Ausbeute - zahlreiche Säcke - eingesammelt und abtransportiert. Auch Frauen und Männer, die keiner Organisation angehören, halfen mit Tat und Fleiß. Der allgegenwärtige Horst Wuttke ebenso wie Elisabeth Krispien, die sagte: "Mir liegt was an der Stadt, deshalb mache ich mit." Auch Martin Linke ließ sich nicht abhalten, wenngleich er sich über einige Dinge ärgerte. Linke hatte sich das runde Beet vor dem Modegeschäft Engbers vorgeknöpft, zupfte jede Menge Unkraut zwischen den Stiefmütterchen heraus. "Diese Baumscheibe hat die Werbegemeinschaft angelegt. Aber mit der Zeit kümmert sich niemand mehr darum. Alles verkommt. Und die Stadt kriegt es nicht auf die Reihe, Kreisverkehre wie den bei Geßmann in Ordnung zu halten, obwohl sie nichts für die Skulptur ,Geher" bezahlen musste."

Hannelore Tooten, die zufällig vorbeikam, empfahl Bürgermeister Tatzel, unbedingt wieder einen stadtweiten Saubermachtag einzurichten. Edeltraud Hackstein vom Stadtmarketing erklärte: "Uns kommt es auf die Nachhaltigkeit an. Solche Aktionen sind ein Baustein von vielen, um die Stadt attraktiver zu machen. Wir wollen einen Punkt gegen den immer weiter um sich greifenden Online-Handel setzen."

Quelle: RP
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