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Rheinberg
"Gartenträume" zum Essen und Genießen

Rheinberg: "Gartenträume" zum Essen und Genießen
Erdbeeren und Kohlrabi im Hochbeet - Landschaftsgärtner Frank Giesen aus Veen zeigt bei der "Gartenträume", wie es geht. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Heute und morgen präsentieren 98 Aussteller in der Messe Niederrhein in Rheinberg Kräuter, Möbel, Grills und Deko-Artikel. Von Uwe Plien

Der Garten von heute ist kein reiner Ziergarten mehr. "Es gibt eine kleine Renaissance des Nutzgartens", sagt Saskia Krikke von der niederländischen Messe-Gesellschaft De Methoeve aus Weeselo bei Enschede. Sie richtet heute und morgen in den Hallen der Messe Niederrhein in Rheinberg zum 15. Mal die "Gartenträume" aus. "Die Menschen bauen vermehrt Kräuter, Obst oder Tomaten an. Das kann man auch in kleinen Gärten machen, dazu reicht schon ein Hochbeet", sagt Krikke.

Aus diesem Trend haben die Gartenträume-Macher das Motto für die diesjährige Messe abgeleitet: "Iss Deinen Garten." Ein Trend, den Brigitte Wolff vom Gartenbauunternehmen Hellkuhl aus Lüdinghausen bei Münster bestätigt: "Kräuter, Gemüse, alles kommt wieder", sagt sie an ihrem Messestand. "Manche Leute setzen sich sogar eine einzelne Kartoffelpflanze in einen Kübel." Auch alte Gemüsesorten wie Mangold oder Pastinaken erfreuten sich zunehmender Beliebtheit.

Am Stand von Erwin Gerken von der Baumschule Wilfried Müller im niedersächsischen Rastede findet sich nett aussehendes Zierobst - kleine Orangen- und Zitronenpflanzen im Umtopf, die bereits Mini-Früchte tragen. "Die halten sich", sagt Gerken. "Man sollte sie im Winter allerdings reinstellen und ab und zu mit warmem Wasser besprühen." Abgesehen vom essbaren Garten bietet die "Gartenträume" mit diesmal 98 Ausstellern nicht nur aus der Region, sondern aus allen Teilen Deutschlands, aus Holland, Belgien oder Polen wieder einen üppigen Rundumschlag und gibt zahlreiche Anregungen. Saskia Krikke: "Im Prinzip gibt es schon alles für den Garten, aber die Dinge entwickeln sich weiter, verändern sich und wecken so immer wieder Interesse der Besucher." Am Wochenende erwarten die Veranstalter rund 20 000 Gäste - so viele waren es im Schnitt auch in den vergangenen Jahren.

Schicke Gartenmöbel aus Teak-Holz oder Korb machen sich gut auf der Terrasse. Monique Nillesen von Bindels bei Boxmeer hat eine komplette Terrasse aufgebaut - inklusive eines Pflanzkübels aus leicht angerostetem Cortenstahl. "Das kommt gut an", so die Niederländerin.

Dazu empfehlen die Händler einen Edelstahlgasgrill gleich neben dem futuristischen Springbrunnen, bei dem das Wasser aus einer Plexiglasschürze strömt. Man bewegt sich auf Natursteinpfaden, steckt seine Blumen oder Stauden neuerdings in Pflanzsäcke, die in der Gesellschaft von trendigen Deko-Artikel gut aufgehoben sind. Sabine Michallik von der Bremer Galerie Landleben etwa ist hinter ihren "Feuerblumen" aus Drei-Millimeter-Stahl kaum zu sehen. In die Kelche dieser auf lange Stahlstäbe geschweißten Blumen kann man Feuer machen. "Anzünd- und Kleinholz brennt gut darin", garantiert Sabine Michallik: "Aber man kann auch Blumen einpflanzen."

Wem das zu verspielt ist, der kann sich selbst fahrende Rasenmäher, eine Gartenhaussauna im Tonnenformat, ausgeklügelte Wintergartentechnik oder eine professionelle Golfplatzberegnungsanlage anschauen. Und wer den alten VW Käfer im Kunstrasen-Design vor der Eingangstüre sieht, der erkennt: Gartenträume sind grenzenlos.

Die Messe "Gartenträume" ist heute und morgen jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet: In Rheinberg, An der Rheinberger Heide 5. Der Eintritt kostet sieben Euro für Erwachsene, sechs Euro für Rentner, einen Euro für Kinder von fünf bis zwölf Jahren.

Quelle: RP
 
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