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Herbstspektakel in Alpen
Gasaustritt - Fest wird abgebrochen

Herbstspektakel in Alpen: Gasaustritt - Fest wird abgebrochen
Das "Herbstspektakel" in Alpen musste abgebrochen werden. FOTO: Uwe Plien
Alpen. Das Alpener "Herbstspektakel" – ein vom Alpener Werbering veranstaltetes Volksfest mit verkaufsoffenem Sonntag, fand am späten Nachmittag ein jähes Ende: Gegen 17 Uhr vernahm ein aufmerksamer Besucher des Festes Gasgeruch und alarmierte sofort die Feuerwehr.

Mehrere Tausend Besucher genossen Sonntag das "Herbstspektakel" im Alpener Ortskern. Die meisten von ihnen hatten bereits den Heimweg angetreten, als ein aufmerksamer Besucher in Höhe der Hotel-Baustelle an der Kreuzung Burgstraße/Bruckstraße um kurz vor 17 Uhr Gasgeruch schnupperte. Er alarmierte umgehend die Feuerwehr. Der Löschzug Alpen und die Löschgruppen Veen und Menzelen waren wenig später mit 44 Einsatzkräften und mehreren Fahrzeugen zur Stelle und räumten unverzüglich die Burgstraße. Auch die kleinen Nebenstraßen wurden abgeriegelt. Rund 600 Menschen wurden zu beiden Seite der Burgstraße aus dem Ort geführt.

Auch der Notdienst des Erdgasversorgers GWN (Gelsenwasser Energienetze) traf schnell in Alpens Mitte ein. Nach ersten Messungen war klar: Es strömte tatsächlich Gas aus. "Daraufhin hat die Polizei 250 bis 300 Bewohner der umliegenden Häuser evakuiert, sie mussten alles stehen und liegen lassen", sagte Angela Bockstegers, Pressesprecherin der Alpener Feuerwehr.

Das hatte zum Teil kuriose Folgen. So hatten Werner und Marianne Kuhnen aus Alpen in der "Burgschänke" gerade ihr Essen serviert bekommen, als sie in nullkommanix das Haus verlassen mussten. Zum Glück erwies sich Friseurmeisterin Karla Radovanovic als gute Nachbarin: "Ich konnte meine Schweinshaxe und mein Pils dankenswerterweise in ihrem Friseursalon nebenan zu mir nehmen", so Kuhnen.

Wolfgang Gödeke, Inhaber der "Burgschänke", durfte nicht einmal ins Lokal zurück, um seine Reservierungsliste zu holen. "Ich wollte Gäste, die am Abend einchecken wollten, noch absagen. Keine Chance", so der Millinger.

Unterdessen wurde weiter gemessen. Lange war unklar, welche von zwei Gasleitungen betroffen war:. Bockstegers: "Eine konnte von GWN ,abgeschiebert', also wie ein Wasserhahn abgedreht werden. Die andere jedoch nicht." Wäre diese Leitung kaputt gewesen, wäre die Reparatur komplizierter ausgefallen und die Anwohner hätten möglicherweise erst heute in ihre Wohnungen zurückkehren können. Bürgermeister Thomas Ahls und Ordnungsamtsleiter Ludger Funke hatten schon einen Plan B in der Tasche. . "Wenn es dazu kommen sollte, stellen wir sofort das Rathaus zur Verfügung", konstatiere Ahls.

Gegen 18.30 Uhr stand dann fest: Es war zum Glück die zugedrehte Gasleitung. Mitarbeiter von Gelsenwasser rissen noch am Abend die Fahrbahn auf und begannen mit den Reparaturarbeiten. Sie setzten dazu einen Bagger mit Schlagbohrer ein. Nach 18.30 Uhr kehrten die Bewohner in ihren Wohnungen zurück, auch die Händler in der gesperrten Zone konnten jetzt ihre Waren und Stände einpacken. Was die Ursache für die Leckage war, stand gestern noch nicht fest.

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