| 00.00 Uhr

Rheinberg
Gebühren für die Bibliothek angehoben

Rheinberg. Erwachsene und Familien zahlen künftig etwas höhere Jahresbeiträge. Neu: Literatur für Niederländisch-Schüler. Von Uwe Plien

Leseratten müssen künftig etwas tiefer in die Tasche greifen: Der Rat hat die Gebühren für die Benutzung der Rheinberger Stadtbibliothek an der Lützenhofstraße 9 im Konvikt-Gebäude moderat erhöht.

Die Verwaltung wollte die Gebühren ursprünglich schon vor zwei Jahren anpassen. Da das Team um Bücherei-Leiterin Gabriele Gratz-Stötzer damals aber in verringerter Besetzung arbeiten musste und deshalb die Öffnungszeiten eingeschränkt waren, hielt man eine Gebührenerhöhung für das falsche Signal.

Nun wird dieser Schritt nachgeholt. So sehen die neuen Benutzungsgebühren aus: Die Jahresgebühr für Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren beträgt fünf Euro; die Jahresgebühr für Erwachsene liegt bei elf Euro. Den Familientarif (für Erziehungsberechtigte und deren Kinder bis 18 Jahren) hat die Stadt für zwölf Kalendermonate auf 16 Euro gesetzt - bisher waren 13 Euro fällig.

Schüler, die sich im Klassenverband im Rahmen des Kennenlernens der Bibliothek Bücher oder andere Medien ausleihen, müssen auch weiterhin nichts bezahlen. Muss ein Ersatzausweis ausgestellt werden, kostet das fünf Euro. Ein Tagesausweis wird mit zwei Euro berechnet. Institutionen wie Schulen müssen nichts bezahlen, wenn sie die Bibliothek für eigene Zwecke besuchen.

Wird eine Medieneinheit aus einer anderen Bibliothek beschafft, muss der Kunde dafür zwei Euro zahlen. Säumnisgebühren (außer DVDs) liegen bei einem Euro, wobei die Überschreitung der Leihfrist je Medieneinheit und Woche gerechnet wird. Die Ausleihe von DVDs und Konsolenspielen kostet pro Woche 1,50 Euro. Fotokopien kosten zehn Cent pro Blatt, die Verwaltungsgebühren pro Mediensatz zwei Euro, die Ausleihe von DVD-Spielfilmen und Konsolenspielen pro Woche und Film einen Euro.

Anders als viele andere Bibliotheken müssen Kinder und Jugendliche in Rheinberg eine Gebühr zahlen. Kamp-Lintfort, Moers, Emmerich oder Goch etwa verzichten darauf, Städte wie Voerde, Nettetal oder Neukirchen-Vluyn nehmen geringere Gebühren. Auf der anderen Seite ist Rheinberg bei den Gebühren für Erwachsene mit elf Euro (bisher acht) günstiger. Kamp-Lintfort, Moers, Neukirchen-Vluyn oder Kleve verlangen mehr. Xanten liegt derzeit bei zehn Euro.

Unterdessen bietet die Stadtbibliothek Rheinberg etwas Neues an. Weil Schüler die Möglichkeit haben, in der weiterführenden Schule Niederländisch zu lernen, gibt es ab sofort eine Auswahl von niederländischen Kinder- und Jugendbüchern zum Ausleihen. Dieses Angebot wird ermöglicht durch die Kooperation mit einer öffentlichen Bibliothek im Nachbarland.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Rheinberg: Gebühren für die Bibliothek angehoben


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.