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Alpen
"Gefällt mir" - Die Gemeinde Alpen hat eigene Facebook-Seite

Alpen. Die realen Wege zum Rathaus sind in diesen Tagen bisweilen recht beschwerlich. Digital ist es geradezu rasant zu erreichen. Seit Mitte der Woche kann man mit dem Rathaus über das soziale Netzwerk Facebook in Verbindung treten. Der Start läuft vielversprechend. Gestern Mittag hatten bereits 717 User, so heißen die Nutzer im Facebook-Sprech, die Seite Alpen-am-Niederrhein mit "gefällt mir" begrüßt. Halbstündlich werden's mehr. Von Bernfried Paus

Im Rathaus beobachtet man die die Entwicklung des neuen Ausspielkanals mit Spannung und setzt große Hoffnungen in die Plattform, die im neuen Design mit dem gelben Plopp ("Alpen begeistert") daherkommt. "Für uns bietet Facebook ganz neue Möglichkeiten, direkt mit unseren Bürgern in Kontakt zu kommen und Nachrichten zu verbreiten", sagte gestern Thomas Janßen als Vertreter des Bürgermeisters. Und die Bürger hätten die Chance, viel schneller informiert zu werden, miteinander und mit der Verwaltung an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr absolut unbürokratisch in Dialog zu treten und zu diskutieren.

Betreut wird die Seite im Rathaus von IT-Mann Marco Schinköthe und dem Mann für Öffentlichkeitsarbeit, André Emmerichs. Redaktionell beraten werden die Beiden von Marc Torke, Journalist und Medien-Experte aus Bönninghardt. "Ich freue mich riesig und bin regelrecht stolz, dass meine Heimatgemeinde so innovativ und mutig ist, diesen Schritt zu gehen", sagte Torke gestern bei der Vorstellung der Seite im Ratssaal.

Für die Verwaltung sei der Facebook-Kanal ein Image-Instrument, das die Möglichkeit schaffe, Stimmungen in der Bevölkerung frühzeitig zu erfassen, um möglicherweise Handlungsbedarf zu erkennen. Vermutlich sei mancher Ärger über die Verkehrprobleme durch die vielen Baustellen zu vermeiden gewesen oder gedämpft worden.

Die Bewertungen auf der Seite, 20 Nutzer haben es bereits getan, seien alle top. Es gab bislang nur volle Punktzahl. Jedes vergebene Sternchen schraubt die Seite im Google-Ranking nach oben.

Um Lust auf die Seite zu machen, können Alpener Bilder hochladen, die zum Titelbild - derzeit eine schöne Momentaufnahme vom Dorf im Grünen - aufsteigen können. Das Foto mit den meisten "Likes" wird für einen Monat zum Cover-Foto der Seite. Es wurden bereits mehrere Bilder gepostet. Im Laufe der Monate werde das Motiv, jahreszeitlich angepasst, ausgetauscht.

Die Redaktion will streng darauf achten, das die Seite nicht als Plattform für parteipolitische Profilierung missbraucht wird. "Politik wird weiter im Ratssaal gemacht", so Janßen. Und auch für förmliche Verwaltungsakte bleibt den Bürgern der Weg ins Rathaus nicht erspart. "Da bleibt es bei den bekannten Öffnungszeiten" - trotz Facebook.

Quelle: RP
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