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Alpen
Gemeinde St. Ulrich bekommt Gesicht

Alpen: Gemeinde St. Ulrich bekommt Gesicht
FOTO: Fischer, Armin (arfi)
Alpen. Nach der Fusion zur Großpfarrei begrüßt die Gemeinde St. Ulrich sechs neue Leute an verantwortlicher Stelle. Neu ist gemeinsame Leitung der acht Kindertagesstätten. Auch Pastoralassistent David Laudano hat die Arbeit aufgenommen. Von Bernfried Paus

"Das Beständige an der Kirche ist die Veränderung", heißt das durch Erfahrung gespeiste Credo von Pastor Dietmar Heshe. Diese nur scheinbar widersprüchliche Formel bringt die Wirklichkeit der Pfarrgemeinde St. Ulrich auf den Punkt, seit Ende November aus ehemals sechs eigenständigen Pfarrgemeinden eine große Verwaltungseinheit mit 120 Mitarbeitern wurde. Mit Beginn des Monats bekommt diese einschneidende strukturelle Veränderung mehr und mehr Gesicht. Vornehmlich in den acht Kindergärten. Fünf Frauen und ein Mann haben an verantwortlicher Stelle in der Großgemeinde ihre Arbeit aufgenommen - die meisten Gesichter sind vertraut.

Die grundlegende Veränderung: Auch die Kirchengemeinde St. Ulrich führt zum besseren Management ihrer Kindertageseinrichtungen eine neue Ebene - die so genannte Verbundleitung - ein und schafft dafür zwei neue Stellen. Karin Ricking, zuvor mehr als zwei Jahrzehnte Leiterin des Kindergartens St. Michael in Menzelen-West, übernimmt die Verbundleitung für das Familienzentrum St. Ulrich in Alpen, die Tagesstätten St. Theresia in Millingen, St. Nikolaus in Veen und St. Martin Bönninghardt. Verantwortlich für die Kitas St. Michael in Menzelen-West, St. Josef in Menzelen-Ost, St. Marien in Büderich und St. Franziskus in Ginderich ist Christel Spitz-Güdden. Die Diplom-Pädagogin mit psychologischer Zusatzausbildung war zuletzt Leiterin der Tagesstätte "Lebensgarten" in Uedem. Die Mutter zweier erwachsener Kinder, die in Bedburg-Hau wohnt, ist von der Lebenshilfe zur Pfarrgemeinde St. Ulrich gewechselt und freut sich auf ihre "neue Herausforderung". Sie sieht sich im Doppel mit Karin Ricking als Entwicklungshelferin: "Verbund bedeutet im Wortsinne Gemeinschaft und Zusammenwachsen."

Pastor Heshe räumte zwar ein, dass die Einführung der neuen Führungsebene wie jede Veränderung auch Ängste provoziere. Er bekräftigte zugleich, dass es nicht darum gehe, den einzelnen Einrichtungen Kompetenzen zu entziehen. "Es geht im Gegenteil darum, angesichts wachsender gesetzlicher Anforderungen den ehrenamtlich arbeitenden Kirchenvorstand und auch die Einrichtungen selbst von bürokratischem Ballast zu entlasten", so Hehse weiter. Durch größtmögliche Transparenz sollen die Beschäftigten in den Kindergärten mit auf den Weg genommen werden. Eigenständigkeit zeige sich auch darin, dass die Kindergärten ihre Leitungen behalten, beziehungsweise neue Leiterinnen bekommen. Elisa Hemmers übernimmt den Kindergarten St. Michael in Menzelen-West, Barbara Tigler folgt Beate Fürtjes an St. Martin in Bönninghardt, Gabi Gockeln vertritt Melanie van de Loo, die ein Kind erwartet, an St. Marien in Büderich.

Neuer Mann im Seelsorgeteam ist Pastoralassistent David Laudano (26). Der gelernte Bauzeichner wird sich jetzt in den Gottesdiensten in den Filialkirchen vorstellen. Nach dem Studium der Religionspädagogik bereitet sich der gebürtige Münsterländer an St. Ulrich, wo er schon sein Praktikum absolviert hat, drei Jahre praktisch - erst als Religionslehrer in der Grundschule Zum Wald - auf den Beruf des Pastoralreferenten vor. Seine Frau Jasmin geht parallel den gleichen Weg - an St. Peter in Rheinberg.

Quelle: RP
 
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