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Alpen
Gemeinsam Bäume pflegen

Alpen: Gemeinsam Bäume pflegen
Die drei Baumpaten (von links) Elke Demuth, Frank Müller und Christian Chwallek waren am Bongert-Tag gemeinsam fleißig. FOTO: Ostermann
Alpen. Am Samstag lud der Naturschutzbund (Nabu) erstmalig zum sogenannten Bongert-Tag im Dahlacker in Alpen ein. Vor vier Jahren pflanzten Menschen aus dem Ort unter Anleitung der Nabu-Mitglieder um die 100 Bäume, die allesamt von verschiedenen Sponsoren finanziert wurden. Von Judith Peschges

Jeder der wollte, konnte alleine oder als Gruppe Pate eines oder mehrerer Obstbäume werden. Mit der Patenschaft erhält man sowohl das Recht auf die Ernte der Bäume, als auch die Gewährleistung, dass sich der Nabu zehn Jahre um diese kümmert. Ein Keramikschild vor jedem Obstbaum zeigt den Namen seines Paten.

Die meisten Obstbaumpaten nutzten das sonnige Wetter jedoch lieber, um etwas Gutes für ihre eigenen Gärten zu tun. Trotzdem ließ sich Christian Chwallek, Vorsitzender der Naturschutzbund-Ortsgruppe Alpen nicht entmutigen und empfing mit guter Laune die Helfer. Elke Demuth, ebenfalls Nabu-Mitglied sowie Frank Müller, freiwilliger Helfer, sind auch Obstbaumpaten und packten mit an. Es galt, Pflanzscheiben freizulegen, Bastbindungen zu erneuern und andere kleine Arbeiten zu erledigen, die zur Instandhaltung der Bäume anfielen.

Mit der Zeit waren die Stricke, mit denen die Obstbäume an Pfählen festgebunden waren, abgenutzt und wenig ansehnlich geworden. Mit ein paar Scherenschnitten trennten die Helfer die Seilverbindung zwischen Baum und Pfahl durch, da die jungen Stämme keine Unterstützung mehr benötigten.

Hört man die Namen, die den Wachstumsprozess eines Obstbaumes beschreiben, könnte man denken, es handelt sich um den Alterungsprozess eines Menschen. Nach der Pflanzung müssen immer wieder "Erziehungsschnitte" durchgeführt werden, damit die Bäume richtig wachsen. "Sie wild wuchern zu lassen schadet dem Baum auf lange Sicht eher", so Elke Demuth. Kümmert man sich nicht genug um die Äste, setzt eine verfrühte "Vergreisung" ein. Für einen Apfelbaum heißt das konkret, dass Äste abbrechen können. Man sollte sich also früh genug über den richtigen Baumschnitt informieren.

Die richtigen Schnittfertigkeiten haben Obstbaumpaten bereits zuvor bei einem Obstbaumfachmann der Nabu in einem Kurs gelernt, somit ist ihnen das richtige Rüstzeug für die Pflege ihres Baumes gegeben. Gelegenheiten diese zu benutzen, haben die Paten noch an zwei Samstagen: am 20. Juli und 22. August. Beginn ist jeweils um 10 Uhr.

Quelle: RP
 
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