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Rheinberg
Gemeinsam Lebensmittel produzieren

Rheinberg. Eine Initiative sucht Mitstreiter, um zusammen Bauernhöfe zu betreiben. Sie informiert am 2. Juni darüber.

Man stelle sich vor: Menschen finden sich zusammen und lassen selbst einen Bauernhof bewirtschaften. Sie suchen eine geeignete Fläche und einen Gärtner oder Landwirt, der auf dem Hof in ihrer Nähe die Produkte herstellt, die sie gerne hätten. Gemeinsam tragen sie die Verantwortung und alle Risiken für den Hof. Gemeinsam erhalten sie im Gegenzug die Ernte: Lebensmittel, bei denen sie wissen, wer sie wie hergestellt hat, die in ihrer Nähe gewachsen sind und denen sie vertrauen.

In etwa so beschreibt die Initiative für eine solidarische Landwirtschaft das Konzept, das sie nun umsetzen möchte. Sie plant, eine Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft zusammenzubringen, die einen Hof selbst trägt, dort landwirtschaftliche Produkte herstellt und anschließend selbst verbraucht. Frei zu verkaufen sollen die Produkte später nicht sein. Damit müssten sie sich auch nicht nach Normen zu Form, Farbe und Größe richten, die im Einzelhandel gelten.

Derzeit werden Interessierte gesucht: Verbraucher, die sich daran beteiligen möchten, Gärtner oder Landwirte, die den Hof betreiben könnten, sowie Menschen mit geeigneten Flächen. Die Initiative will Interessierte im Raum Duisburg, Moers, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg-Süd zusammenbringen. Sie informiert am Donnerstag, 2. Juni, 18.30 Uhr, in Rheinberg über das Konzept. Das Treffen ist im Schwarzen Adler, Baerler Straße 96 in Vierbaum, geplant.

Entstanden ist die Initiative solidarische Landwirtschaft als Teil einer Vernetzung von vielen Einzelinitiativen unter zur ganzheitlichen Energiewende, koordiniert von der Stadt Rheinberg. Ziele dieser Vernetzung sind eine nachhaltige regionale Entwicklung und nachhaltige Lebensstile. Mehrere Arbeitskreise zu verschiedenen Themen treffen sich inzwischen regelmäßig, darunter einer zum "Urban Gardening" (städtischen Gärtnern), aus dem die Initiative für eine solidarische Landwirtschaft hervorgegangen ist. Diese möchte im westlichen Ruhrgebiet und am unteren Niederrhein nach und nach landwirtschaftliche Betriebe vor der Haustür schaffen, die ökologisch, nachhaltig, transparent, wirtschaftlich tragfähig und solidarisch für eine feste Verbrauchergemeinschaft produzieren.

Wer mehr zum Thema wissen möchte, kann sich bei der Stadt Rheinberg melden: Jens Harnack, Rufnummer 02843 171 493, E-Mail: jens.harnack@gmx.net.

(con)
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