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Rheinberg
Gesucht: Unterkünfte für Austauschschüler

Rheinberg: Gesucht: Unterkünfte für Austauschschüler
Gabriele Fateh hat gute Erfahrungen mit Austauschschülern gemacht. "Man kann Freunde fürs Leben finden", sagt die 53-Jährige. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Die Rheinbergerin Gabriele Fateh engagiert sich für die Organisation "Youth for understanding". Sie hatte bereits zwei Schülerinnen zu Gast. Von Nicole Maibusch

Kinder und Jugendliche genießen derzeit die Sommerferien in vollen Zügen. Für sie ist das nächste Schuljahr gefühlt noch "Lichtjahre" entfernt. Nicht so für das Komitee "Youth for understanding" (YfU). Die Hamburger Organisation für internationalen Jugendaustausch sucht händeringend Gastfamilien. "Bereits im August kommen Austauschschüler aus aller Welt nach Deutschland", erläutert die Rheinbergerin Gabriele Fateh, ehrenamtliche Betreuerin der Organisation in der Region.

Zunächst sind die Jugendlichen im Alter von 16 bis 18 Jahren für rund vier Wochen in so genannten "Ankunftsfamilien" untergebracht. In dieser Zeit absolvieren sie einen Deutsch-Intensivkurs und lernen die deutsche Kultur kennen. Ab September sollen sie dann ein Jahr lang in und mit ihren Gastfamilien leben und lernen. Das Prinzip des Aufenthalts ist einfach: Die Jugendlichen sind Familienmitglied auf Zeit. Mit allen Rechten und Pflichten. Ein Schuljahr lang.

Welche Voraussetzungen eine Gastfamilie mitbringen muss, kann Gabriele Fateh kurz und knapp umreißen. "Die Familie sollte offen und tolerant sein", sagt die Intensivkrankenschwester. Dabei muss es auch keine Familie im klassischen Sinne sein. "Wir erwarten kein verheiratetes Paar mit Kindern in einer Luxusvilla", betont Fateh. Auch ein kinderloses, berufstätiges Paar in einer Mietwohnung kann sich als Gastfamilie eignen.

Eines betont die 53-jährige Rheinbergerin aber gleich: "Eine Vergütung erhalten Gasteltern nicht." Dennoch gewinne man in jedem Fall, sagt Fateh aus Erfahrung. Sie und ihr Mann haben, nachdem beide Töchter ein Auslandsjahr absolviert hatten, Mädchen aus Brasilien und Ecuador aufgenommen. "Man lernt viel über andere Länder und Kulturen, kann Vorurteile abbauen, wird flexibler und hat die Chance, Freunde fürs Leben zu finden", so Gabriele Fateh.

Natürlich gebe es bisweilen Spannungen zwischen Gastfamilie und Austauschschüler, aber die könnten meist ausgeräumt werden. Diese Erfahrung hat Gabriele Fateh in ihrer Rolle als ehrenamtliche Betreuerin von YfU-Familien gemacht. Zudem werde im Vorfeld sorgfältig darauf geachtet, dass Bewerber und Familie zueinander passen.

Weitere Informationen zu Voraussetzungen und Rahmenbedingungen erhalten Interessenten telefonisch unter 040 2270020 oder per E-Mail an gastfamilie@yfu.de beim "Youth for understanding" (YfU) Komitee.

Quelle: RP
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