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Rheinberg
Gold im Treibholz und feuriger Flamenco

Rheinberg: Gold im Treibholz und feuriger Flamenco
Kreative Frauen (v. l.) im Rheinberger Stadthaus: Britta Gruner, Anne Specker, Iris Jurjahn, Nina Uehlenbruck, Diana Schrader und vorne sitzend Monika König und Ana Maria Delgado FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. 35 Stände sorgen für ein breitgefächertes Angebot beim achten Künstlerinnentag im Rheinberger Stadthaus. Von Sabine Hannemann

Von Frauen für Frauen gemacht, so lautet die Botschaft des mittlerweile achten Rheinberger Künstlerinnentages. Er lädt für Sonntag, 13. März, von 11 bis 17 Uhr ins Stadthaus ein. Das diesjährige Motto der Veranstaltung lautet: "Frauen Können". Rheinbergs Gleichstellungsbeauftragte Diana Schrader stellte jetzt zusammen mit Kirsten Pops das begleitende Programm vor, das sich der Musik und dem Tanz verschrieben hat.

Das eigentliche Hauptgeschehen wird an den 35 Ständen bei den Ausstellerinnen stattfinden. Weit über 50 Bewerberinnen hatten sich im Vorfeld bei der Stadt Rheinberg gemeldet, um den Künstlerinnentag mitzugestalten. "Wir mussten eine Auswahl treffen", sagt Diana Schrader. An den Ständen präsentieren sich Frauen und ihre Kunst im weitesten Sinne.

Denn zur Kunst mit verschiedenen Exponaten und Techniken gehört auch das Handwerk wie Schmuckgestaltung und die Handarbeit. Ausstellerinnen zeigen Näharbeiten, Gestricktes wie das passende Material, "upcycelte" Faltkunst an ausgelesenen Büchern.

Dass der Rheinberger Künstlerinnentag mittlerweile weit über die Stadtgrenze eine solch' starke Resonanz genießt, ist für Diana Schrader ein sicheres Indiz. "Wir haben alles richtig gemacht", sagt sie. Der Tag im Stadthaus werde mit Spannung erwartet. Gäste, Frauen wie Männer, nehmen teils weite Anfahrten auf sich. "Wir erleben Netzwerkstrukturen und Synergieeffekte. Der Künstlerinnentag ist etabliert", so Diana Schrader.

Manche Ausstellerin hat in der Vergangenheit die Plattform Rheinberg erstmals genutzt, um ihre Arbeiten öffentlich vorzustellen. Der Erfolg macht Mut für weitere Ausstellungsaktivitäten. "Rheinberg gilt als kleiner, feiner Raum unter Gleichgesinnten. Bei ihrer Premiere wollen die Künstlerinnen erfahren, welche Außenwirkung ihre Arbeiten haben."

Kirstin Pops beobachtet, dass sowohl Neueinsteiger als auch Wiederholungstäterinnen den Künstlerinnentag so interessant machen. Einige Ausstellerinnen verrieten bereits, womit sie das Publikum empfangen werden. Nina Uehlenbruck macht ausgefallenen Schmuck. Sie verarbeitet Treibholz zu Anhängern, kombiniert dabei Gold, Silber und Swarovski-Steine. Entdeckt hat sie für ihre Kollektion gerade das Material Beton.

Das Rohmaterial für Jutta Bruns ist der Marmorkiesel. Farbenvielfalt ist das Kennzeichen von Anne Specker, die Schachteln, Dosen und Bilder gestaltet. Iris Jurjahn bietet Kunst pur. Britta Gruner stellt erstmals ihre selbst gefärbte Wolle ausstellt.

Kunst ist weiblich, so auch der Flamenco. Die Gruppe "Encruentro Flamenco" unter Leitung von Ana Maria Delgado will auf der Bühne unterhalten. "Jeder Flamenco ist anders", sagt Ana Maria Delgado, die mit fünf weiteren Tänzerinnen am Nachmittag auftritt.

Bürgermeister Frank Tatzel eröffnet um 11 Uhr den Künstlerinnentag. Diana Schrader blickt anschließend auf 25 Jahre Gleichstellungsstelle in Rheinberg zurück. Burglind Tepner spielt mit dem Akkordeon-Spielkreis zeitlose Melodien. Kinder der Montessori-Schule zeigen unter der Leitung von Edith Beck-Kowolik eine Kurzversion von Aschenputtel. Das Krähenballett tanzt.

Quelle: RP
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