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Rheinberg
Grill 'n Groove: Gute Stimmung, aber wenig Gäste

Rheinberg. Am Ende des Abends zog Veranstalter Sami Durak eine zufriedenstellende Bilanz. "Für den Anfang ist das voll und ganz okay", meinte der Moerser Konzertveranstalter angesichts der "tollen Atmosphäre und der super Stimmung" in dem Garten hinter und der Evangelischen Kirche.

Durak und seine Mitstreiter hatten viel Liebe darauf verwandt, den Gästen ein vielfältiges Angebot aus Gastronomie und Musik unter dem Titel "Grill 'n Groove" zu machen. "Ich wurde von der Gemeinde mit angesprochen, was zu machen - und ich hab dann gesagt, machen wir einfach." Außerdem war das eine gute Gelegenheit, eine Brücke zu der "Rheinberger Bluesparty" zu schaffen, die Durak auch organisiert, die jetzt aber nur alle zwei Jahre stattfinden wird.

Michael Schmidt legte auf seinem Grill Gemüse in Folie, Bratwurst, Nackensteaks und andere Köstlichkeiten auf, die "Cocktail Ambulanz" mixte leckere Drinks, und wer Mal was ganz Anderes trinken wollte, lag beim Geilingsbräu des Kamp-Lintforters Johannes Lehmbrock genau richtig.

Mit einem großen Schirm auf dem Platz vor der Bühne sorgten die Veranstalter für ein besonderes Flair - und Regenschutz. "Das wirkt wie so ein Innenhofkonzert", sagte der Duisburger Heinz Nienhaus. Das holländische Ehepaar Hans und Margo van Dijk genossen ein Wochenende in Rheinberg und waren zufällig vorbeigekommen, als sie die Musik gehört hatten. "Es ist schön, ein kleiner Platz - es sind nur wenig Leute da". Etwa 100 Besucher kamen - das ist aus Sicht der Veranstalter noch deutlich steigerungsfähig. "Wir haben von der Band vorhin aber sofort eine CD gekauft", so van Dijk. "Jimmy Steeltown", eine Combo mit Mitgliedern aus Moers und Duisburg, präsentierte an diesem Abend eine Mischung aus Rock, Blues und Rock´n Roll und traf damit nicht nur den Nerv des Ehepaars. "Die waren einfach großartig", fand Birgit Loewenich.

Und Sänger Jens Skorwider lobte das Ambiente. "Der Platz ist mega, hat uns einen schönen Rahmen gegeben. Ist wie ne kleine Oase", sagten er und seine Jungs. "Egal, ob da drei oder dreihundert Menschen sind", sie Jungs hängten sich richtig rein.

Dann stürmte "Midnight Blue" die Bühne - eine sechsköpfige Band mit renommierten Musikern wie dem Bassisten Jochen Eminger, der schon Gary Mooere und Rddy Turner auf Tournee begleitet hatte oder dem niederländischen Harp-Spieler Ben Bouman. Der hatte einen Sahneabend erwischt - und verlieh Songs wie "Summertime" oder "Supersticious" mit seinen Soli Dynamik und Klasse. Sängerin Brenda C. Barber gab alles. Ein stimmungsvollen Abend , der mehr Publikum verdient gehabt hätte.

(aflo)
 
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