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Rheinberg
Grubengas: Verwaltung macht Kehrtwendung

Rheinberg. Das ist mal eine Kehrtwende: Mit ihrer recht positiven Einschätzung des Antrages der Firma PVG GmbH, unterhalb der Stadt Rheinberg Flöz- und Grubengas "aufsuchen" zu dürfen, hatte sich die Bauverwaltung im Umweltausschuss eine blutige Nase geholt. Von Bernfried Paus

Die Politik reagierte durchweg entsetzt, auch wenn PVG beteuert, auf die höchst umstrittene Fracking-Technologie zu verzichten (RP berichtete). Der Bauausschuss forderte von der Verwaltung für heute im Rat eine neue Vorlage.

Die ist nun da und lässt für das Feld "BarbaraGas" nichts an Eindeutigkeit vermissen: "Die Stadt lehnt das Aufsuchen und Gewinnen von Kohlenwasserstoffen zu gewerblichen Zwecken auf Rheinberger Gebiet vehement ab." Das der Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen entgegen stehende öffentliche Interesse sei deutlich höher zu bewerten als die wirtschaftlichen Interessen von PVG. "Ungeachtet des angekündigten Verzichts auf Fracking", fürchtet die Verwaltung nun, dass es zu "nicht vorhersehbaren schädlichen Umweltauswirkungen" kommt. Vorrangige Bedeutung komme dem Schutz des Trinkwassers zu. Damit schwenken die Verantwortlichen im Stadthaus auf die Linie der Gegner des Gasbohrens am Niederrhein ein. Die sehen den Antrag auf Aufsuchungserlaubnis für das BarbaraFeld in Rheinberg "mit großer Besorgnis".

Quelle: RP
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