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Rheinberg
Grüne: Einzelhandel und Online-Märkte "zusammendenken"

Rheinberg: Grüne: Einzelhandel und Online-Märkte "zusammendenken"
Jürgen Bartsch (rechts) und Ernst Barten von den Rheinberger Grünen glauben, dass die ortsansässigen Geschäfte eine Chance haben. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Leerstehende Ladenlokale einerseits, eine Zunahme des Online-Handels mit allen Konsequenzen auf der anderen Seite: Die Bündnisgrünen glauben, dass sich der stationäre Einzelhandel trotz des Internet-Übergewichts eine Chance hat. Von Uwe Plien

"Wir wollen und man kann etwas tun", sagte gestern Fraktionsvorsitzender Jürgen Bartsch. "Wir wollen beides, Online- und Einzelhandel, zusammendenken", so der Politiker. Wie er ist auch sein Fraktionskollege Ernst Barten der Auffassung, dass man die Vorteile der ortsansässigen Geschäfte gegenüber einem in Rheinberg präsenten Markt-Riesen wie Amazon stärker ausspielen müsse. "Die Vorteile des Einzelhandels liegen auf der Hand: sofortige Verfügbarkeit der Waren, unkompliziertes Umtauschen, kompetente Beratung und ein Shopping-Erlebnis mit sozialen Komponente."

Die Grünen fordern eine Bereitschaft zur Kooperation ein. Bereits in der Dezember-Sitzung des Ausschusses für Stadtmarketing, Tourismus und Kultur war ein Antrag der Grünen zum Online-Handel beraten worden. Zudem gab es eine Veranstaltung mit dem Experten Elmar Federke, der den Einzelhändlern zu einer stärkeren Nutzung moderner Medien riet. "Aber seitdem ist nichts mehr passiert", klagt Bartsch. Er und Barten wünschen sich, dass sich die Stadt, die Werbegemeinschaften Rheinberg und Orsoy und auch das Stadtmarketing zusammensetzen und ein Konzept entwickeln. Ernst Barten: "Dabei dürfen Faktoren wie eine funktionierende Gastronomie, ein vielseitiges Kulturangebot und ein attraktives Umfeld mit einem neu gestalteten Marktlatz und einem renovierten Alten Rathaus nicht fehlen. Umso wichtiger ist das Integrierte Handlungskonzept, über das man Finanzmittel generieren kann."

Bei ihren Recherchen sind die Grünen auf Wuppertal aufmerksam geworden, wo die Stadt eine gut funktionierende Online-Plattform für den Einzelhandel vorhält. Vorbildlich finden sie das. Mit der Seite www.markt-rheinberg.de gibt es in Rheinberg bereits ein ähnliches Projekt, das aber weitgehend unbekannt sei. Jürgen Bartsch: "So etwas sollte die Stadt auch mal bewerben." Als einen weiteren wichtigen Schritt sehen die Grünen das offene Wlan-Netz, das bald kommen soll.

Quelle: RP
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