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Rheinberg
Grüne greifen das Thema Gülle auf

Rheinberg. Diskussionsveranstaltung am 8. September im Landhaus Steinhoff in Budberg. Von V0n Uwe Plien

Mit der Veranstaltung "Die Zeitbombe - Grundwasserverseuchung durch Gülle" greifen die Rheinberger Bündnisgrünen erneut ein brisantes umweltpolitisches Thema auf. Nachdem sie im Februar 2015 den ersten Aufschlag in der Eversaeler Gaststätte Feldmann gemacht hatten und dieser Abend auf große Resonanz gestoßen war, geht es nun weiter. Am Freitag, 8. September, 18.30 Uhr, gibt es eine öffentliche Diskussionsveranstaltung im Landhaus Steinhoff an der Bischof-Roß-Straße 70 in Budberg.

Auf dem Podium sitzen die Tierärztin und Grünen-Kandidatin Dr. Orphelia Nick, Angela Herzberg (Wasserverbund Niederrhein), Christian Chwallek aus Alpen, stellvertretender Vorsitzender des Nabu-Landesverbandes, und der Veener Landwirt Johannes Passen.

Peter Mokros, Sprecher des Rheinberger Grünen-Ortsverbands, und Ratsfrau Ulla Hausmann-Radau, nennen den Grund dafür, dass die Partei das Thema noch einmal aufgreift: "Eine offizielle Meldung des Bundesumweltministeriums hat uns im Juni dieses Jahres aufgeschreckt. Darin heißt es, dass die anhaltend hohen Nitrat-Werte durch Gülleeintragungen in besonders betroffenen Gebieten eine aufwendigere Aufbereitung von Rohwasser erforderlich macht. Dadurch können sich die Trinkwasserkosten für eine vierköpfige Familie um bis zu 134 Euro pro Jahr erhöhen." Bestätigt sehen sich die Grünen durch die Brunnenwasseruntersuchungen, die der Verein VSR-Gewässerschutz im Frühjahr in Rheinberg durchgeführt hat. "Die Ergebnisse waren erschreckend", unterstreicht Ulla Hausmann-Radau. Sie wohnt selbst gleich gegenüber einer landwirtschaftlich genutzten Fläche und bekommt hautnah mit, wie sich die Ausbringung der Gülle auswirkt.

"Uns geht es nicht darum, die Landwirte an den Pranger zu stellen", hebt Peter Mokros hervor. "Wir suchen nach Lösungen. Und eine vernünftige Lösung kann unserer Meinung nach nur ein Umdenken sein. Man darf Subventionen in der Landwirtschaft nicht nur an Land und Masse knüpfen, sondern muss auch Tier- und Umweltschutz berücksichtigen." Das bedeutet: Die Preise für Eier, Fleisch und Milch müssen angepasst werden.

Quelle: RP
 
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