| 00.00 Uhr

Alpen
Grünen sehen ,Hemmnisse' bei Stadtumbau

Alpen. Landtagskandidat Lukas Aster kam mit Fahrrad und Bahn zu den politischen Freunden nach Alpen. Von Bernfried Paus

Lukas Aster, personelles Angebot der Grünen im Wahlkreis Wesel II bei der Landtagswahl im Mai, traf mit leichter Verspätung bei den politischen Freunden in Alpen ein. Dafür gab's eine einfache Erklärung. Die Nordwest-Bahn war "nur sieben Minuten" hinter ihrer Zeit geblieben. Der Anhänger des Öffentlichen Personennahverkehrs war mit dem Fahrrad in Sonsbeck gestartet und dann von Xanten aus mit der Fiets in den Zug gestiegen, um sich vom Alpener Bahnhof aus bis zur Gaststätte Zum Dahlacker noch mal abzustrampeln.

Das wollen die Grünen auch im nun beginnenden Wahlkampfrennen. Aber sie wollen dabei nicht auf den Populismuszug aufspringen, sondern "authentisch bei unseren nachhaltigen Themen bleiben", wie es Parteichef Peter Nienhaus formulierte. Die Grünen in den Niederlanden hätten's vorgemacht. Die Grünen im Landtagswahlkreis Wesel II wollen sich angesichts aktuell sinkender Sympathiewerte nicht anbiedern ans Wahlvolk, unterstrich auch Kandidat Aster. Er skizzierte seine Themenschwerpunkte Nahverkehr und Umweltschutz. In der Verkehrspolitik, so der Bahnfahrer, drohe der Niederrhein auf der Schiene abgehängt zu werden. Und beim Thema Umweltschutz diagnostizierte der Gast, dass die auf dem Rückzug befindliche Biene das Alarmsignal sende, "dass unsere Landschaft ärmer geworden ist". Er plädierte "im Dialog mit den Landwirten" hier gegenzusteuern.

Eine positive Bilanz der Parteiarbeit vor Ort zog anfangs Peter Nienhaus, Partei- und Fraktionssprecher in Personalunion. "Wir konnten durch sachlich konstruktive Politik unsere Akzeptanz im Rathaus stärken", sagte Nienhaus. Als großen Erfolg verbuchte er den Architektenwettbewerb zum Stadtumbau. Der erfülle nun endlich "eine alte Forderung der Grünen", sich dabei "nicht in Einzelprojekten" zu verzetteln, sondern "konzeptionell" vorzugehen. Der überraschende Weggang der "sehr hoffnungsvoll gestarteten" Stadtplanerin Anne Casprig wertete Nienhaus als "Indiz" dafür, dass im Rathaus "immer noch einflussreiche Hemmnisse wirksam sind".

Kritik übte der Grünen-Sprecher auch am Hotel-Neubau an der Burgschänke: "Hier kann man die städtebauliche Sünde, vor der wir immer gewarnt haben, nun live sehen." Wenn das Hotel in Betrieb gehe, kämen ganz sicher noch Verkehrsprobleme hinzu.

Inhaltlicher Schwerpunkt der Arbeit im Rat soll die Steigerung der klimaschonenden Mobilität sein, vor allem die Verbesserung der Infrastruktur für Radfahrer. In dem Zusammenhang lobte der Grüne die Initiative der FDP zur Einführung der "Mitfahrerbank" in Menzelen.

Bei den Wahlen wurden Vize-Sprecherin Uschi Arens, Kassierer Karl-Heinz Hemmerich und Beisitzer Willi Schellen im Amt bestätigt.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Alpen: Grünen sehen ,Hemmnisse' bei Stadtumbau


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.