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Alpen
"Grüner Pit" schwingt den Narrenbesen

Alpen: "Grüner Pit" schwingt den Narrenbesen
"Op der Hei" ist der Hoppeditz putzmunter aus der Kiste gestiegen. Eulenspielgel Peter Nienhaus blickt nun aus seiner grasgrünen Brille auf das Geschehen in der Bönninghardt. FOTO: Armin Fischer
Alpen. Neue Generation hat das Zepter im Besenbinder-Karneval übernommen. Grünen-Chef Peter Nienhaus ist Eulenspiegel. Von Erwin Kohl

"In diesem Jahr feiern wir das Hoppeditz-Erwachen mal im großen Rahmen", erklärte Timo Rayermann im Saal der Gaststätte Thiesen voller Selbstbewusstsein. Grund dafür ist eine Runderneuerung des Elferrates. Gleich sechs Nachwuchskräfte rückten "Op der Hei" auf die närrische Kommandobrücke.

Im neuen Elferrat sind fast alle Mitglieder unter 30 Jahre alt. In den sozialen Netzwerken nennen die Jecken sich deshalb "New Generation". Und dazu zählt nicht nur die Ministerriege. Denn mit gerade 27 Jahren dürfte Timo Rayermann wohl einer der jüngsten Elferratsvorsitzenden am Niederrhein sein. Er löste Arne Müller ab.

Nicht mehr dabei sind auch "Paparazzi" Georg Laschet, Hannes Koppers, Frank Schulze und Thomas Hensen. Für sie kümmern sich ab sofort David Bongers, Michael Baumgärtner, Henry Regnier und Leo Sonneveld um das Wohl der Narren in Alpens himmelnächstem Ortsteil. Neu ist auch die Doppelspitze im Heier Karneval. War Arne Müller bislang neben Elferrats- auch Sitzungspräsident, so wird dieses Amt nun von Leo Sonneveld übernommen.

Für die Jecken aufm Berg ist das ein wahrer Glücksfall. "Leo ist seit Jahrzehnten als Büttenredner und närrisches Multitalent unterwegs. Mit ihm bekommen wir die nötige karnevalistische Kompetenz", freut sich Rayermann. Weil auch Hoppediene Sabine Laschet ihr Amt niederlegte, galt es, den wichtigsten Posten vor dem Aufwachen des Hoppeditz neu zu besetzen.

Fündig wurde man - ein Schelm, wer Böses dabei denkt - ausgerechnet im Alpener Rat. Bei der Vorstellung des neuen Obernarrens machte der junge Elferrat es richtig spannend. Als der Vorhang aufging, rollte ein verschlossener Sarg in den Saal. Durch einen Trichter wurden dem Hoppeditz frische Lebensgeister in Form von elf Gläsern Kartoffelschnaps, dem Heier Nationalgetränk eingeflößt. Das weckt selbst den grünsten Politiker. So dauerte es nicht lange, bis sich Peter Nienhaus, im richtigen Leben Fraktionschef der Grünen, in farbenprächtigem Outfit präsentierte.

Der lästerte als Till Eulenspiegel im Beisein von Bürgermeister Thomas Ahls los, nahm den drohenden Kiesabbau und die alternativ ins Rennen geschickte Gewerbeansiedlung aufs Korn. Als echter Narr schonte er sich selbst dabei am wenigsten: "Der grüne Pit macht auch noch mit und überlässt den freizeitlichen Demokraten die grüne Oase."

Bei der Büttensitzung am 23. Januar ist es nun Nienhaus' Aufgabe, die Akteure mit dem Narrenbesen auf die Bühne zu geleiten. Qualifiziert sei er: "Als Hofnarr im Rat bin ich demokratisch legitimiert." Von den schönen Seiten seiner neuen Aufgabe durfte der närrische Politiker sich schon mal beim Auftritt der Bönninghardter Tanzgarde überzeugen. Zur Einstimmung auf die Session spendierte der Elferrat dann noch eine Runde Freibier. Da klang der Narrenruf "Besenbinder, helau" wie geschmiert.

Quelle: RP
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