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Rheinberg
Händler werben für ihren Wochenmarkt

Rheinberg: Händler werben für ihren Wochenmarkt
Elisabeth Altenhövel (2.v.r.) freut sich: Sie hat einen Präsentkorb gewonnen. Hans-Gerd Aldenhoff und seine Mitarbeiterinnen Janett Ihle (2.v.l.) und Amira Sefic überreichten der 69-jährigen Rheinbergerin gestern den Preis. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Bei einer Umfrage gab es Präsentkörbe zu gewinnen. Am nächsten Dienstag können Kinder Kürbisse aushöhlen und gestalten. Das Marktgeschäft ist schwierig, deshalb lassen sich die Beschicker immer wieder Aktionen einfallen. Von Uwe Plien

Was wissen die Rheinberger über den Wochenmarkt? Um das herauszufinden, haben die Markthändler vor rund einem Monat 5000 Flyer an ihre Kunden und an verschiedenen Stellen in der Stadt verteilt. Darauf waren vier Lösungsmöglichkeiten vorgegeben. Dienstagsvormittags, dienstagsnachmittags, freitagsvormittags und freitagsnachmittags. Richtig musste es heißen: dienstagsnachmittags von 14 bis 18 Uhr und freitagsvormittags von 7 bis 12.30 Uhr.

"Der Rücklauf war enorm", sagt Hans-Gerd Aldenhoff, Obst- und Gemüsehändler und Sprecher der Rheinberger Marktleute. "Unsere Sammelboxen waren voll. Und die meisten wussten natürlich die richtige Lösung." Unter allen, die ihre Kreuzchen korrekt gesetzt hatten, wurden drei Gewinner gezogen, die sich nun über jeweils einen Präsentkorb freuen können.

Auch Elisabeth Altenhövel gehörte zu den Siegern. Die 69-jährige Rheinbergerin freute sich sehr über die Holzkiste, die gut gefüllt war: mit Brot, Weckmann, luftgetrockneter Mettwurst, einem Stiefmütterchen, Äpfeln, Birnen, einer Flasche Apfelsaft, Rotkohl, Kürbis, Gewürzen und einem Modeschal. "Das ist pro Kiste ein Wert von rund 50 Euro", versichert Aldenhoff.

"Ich kaufe regelmäßig auf dem Wochenmarkt ein", sagt Elisabeth Altenhövel. Dabei schätze sie nicht nur die frischen Waren, sondern auch das "Pläuschken" am Stand. "Die Gespräche gehören zum Einkaufen dazu und tun gut", erzählt sie. "Vor allem, wenn man alleine ist." Die anderen beiden Gewinner sind Pascal Heucher und U. Wesssels, beide aus Rheinberg.

Seit eineinhalb Jahren nun wird auf dem Platz neben dem Alten Rathaus dienstagsnachmittags und nicht mehr vormittags verkauft. "Ich kann nicht sagen, dass dadurch mehr Kunden kommen. Aber es ist nicht schlechter geworden. Und ich sehe andere Gesichter." Ein Vorteil sei, dass es Händler gebe, denen die neuen Zeiten besser passen und die sich deswegen entschieden haben, den Rheinberger Markt noch mitzunehmen. Fischhändler Rolf Jansen sei so ein Fall.

Das Marktgeschäft werde zunehmend schwieriger, stellen Aldenhoff und seine Kollegen fest. Obst- und Gemüse, Blumen, Fisch, Käse und Textilien werden regelmäßig angeboten. "Was fehlt", so Hans-Gerd Aldenhoff, "ist ein Metzger für die Dienstage und ein Bäcker." Die Marktleute wollen auch weiterhin mit Aktionen auf sich aufmerksam machen. Die nächste läuft schon am Dienstag, 25. Oktober. Hans-Gerd Aldenhoff: "Dann haben wir auf dem Wochenmarkt eine Kürbisschnitzaktion für Kinder. Es werden Tische aufgestellt, Schnitzwerkzeug stellen wir zur Verfügung. Wir haben 150 Kürbisse, die wir den Kindern zum Preis von einem Euro zur Verfügung stellen." Die Jungen und Mädchen können sich dann ihren eigenen Halloween-Kürbis schnitzen und den beim Gruselfest am 31. Oktober leuchten lassen.

Quelle: RP
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