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Alpen
Heute Ortstermin am Bahnübergang

Video: 15-Jähriger stirbt bei Zugunfall
Alpen. Nach tödlichem Unfall an der Hucker Straße stehen dort jetzt Sicherheitsposten. Von Bernfried Paus

Knapp zwei Wochen nach dem tragischen Unfall am Bahnübergang Hucker Straße kommt es heute zum Ortstermin an der Bahnstrecke im Alpener Außenreich. Wie ein Bahnsprecher gestern auf Nachfrage der Redaktion mitgeteilt hat, sind an der sogenannten Verkehrsschau neben der Bahn, dem Eisenbahnbundesamt und der Polizei auch Vertreter aus dem Alpener Rathaus beteiligt. Derartige Treffen seien nach schweren Unfällen an Bahnübergängen die Regel, so der Bahnsprecher. Dabei soll im Dialog aller Beteiligten geklärt werden, ob die Sicherung des Übergangs weiter als ausreichend erachtet wird oder ob nachgebessert werden soll. Mit konkreten Ergebnissen sei nicht vor Ende der Woche zu rechnen, hieß es gestern von Seiten der Bahn.

Wie ausführlich berichtet, ist am 21. Juni am nördlichen Übergang Hucker Straße ein Schüler (15) vom Pendelzug "Der Niederrheiner" (RB 31) erfasst und tödlich verletzt worden. Blumen, Kerzen und Briefe unterm Andreas-Kreuz zeugen von der Anteilnahme.

15-Jähriger stirbt bei Zugunfall in Alpen FOTO: Reichwein

Der unbeschrankte Übergang ist durch ein Andreas-Kreuz und ein Stopp-Schild gesichert. Außerdem gibt der Zug bei der Anfahrt ein Hubsignal. Seit Dienstag vergangener Woche sind die beiden nur rund 300 Meter auseinanderliegenden Übergänge Hucker Straße mit Posten versehen, die die Straße mit einem Absperrband abriegeln, sobald der Lokführer über Funk ankündigt, dass der "Niederrheiner" naht. Das ist in der Regel zweimal pro Stunde der Fall - in den Nachmittagsstunden ist der Takt verkürzt. Die Posten sind "auch auf Wunsch aus dem Rathaus" vom Eisenbahnbundesamt dorthin beordert worden, so der Bahnsprecher. Wie lange sie als menschliche Schranken hier ihren Dienst verrichten, sei offen. Das werde vermutlich bei der Verkehrsausschau festgelegt.

Die Aussichten auf eine technische Sicherung durch ein Blinklicht und/oder eine Halbschranke seien nicht sonderlich hoch, weil sowohl die Zugfrequenz als auch die Verkehrszahlen auf der Straße sehr gering seien. Denkbar sei auch das Schließen von Übergängen, da es nahe Alternativen gebe.

Zur Zeit werden von Hand "Schranken" installiert, wenn der Zug naht. FOTO: bp
Quelle: RP