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Rheinberg
Hochspannung im Schwarzen Adler

Rheinberg. AC/DC pur: "Powerage Ruhrpott" holt einen Neunjährigen ins Rampenlicht. Von Erwin Kohl

Lupenreiner (Hard)Rock gegen das allgemeine Schunkelfieber, diese Alternative nutzten am Karnevalssamstag rund 120 Besucher im Schwarzen Adler. Die AC/DC-Coverband "Powerage Ruhrpott" präsentierte zum dritten Mal in Vierbaum die Hits ihrer Idole und deckte dabei die gesamte Bandbreite von der Bon-Scott-Ära bis zu Brian Johnson ab. Beiden Sängern gemein ist die markante Kopfstimme, eine schier uneinnehmbare Hürde für Nachahmer. Der 2008 zur Band gestoßene Ralf Schwahl, darin waren sich die Fans im Adler schnell einig, kratzte im wahrsten Sinne des Wortes mit einer ausgezeichneten Performance am Original, auch wenn er stimmlich irgendwo zwischen den beiden schwebte. Angetrieben von den geradlinigen Drums des Niederländers Lambert van den Munckhof und dem wuchtigen Bass eines Mike Schneider sowie dem kraftvollen Spiel des Rhythmus-Gitarristen Willi "Duck" Sattler nahm Bernd Schuchnegg in so was Ähnlichem wie einer Schuluniform den typischen Angusschen Gibson-Sound auf.

Nach wenigen Minuten, spätestens mit "Back in Black", waren Band und Anhang auf Betriebstemperatur und das folgende, zeitlich um eine AC/DC-Ära zurückliegende, "Dirty Deeds Done Dirt Cheap" sangen alle mit. Mit "Sin City", "High Voltage" oder "The Jack" folgte Kracher auf Kracher und als dann dumpfe Glockentöne durch den schummrig ausgeleuchteten Saal wabernd "Hells Bells" ankündigten, gab es kein Halten mehr.

Ganz vorne an der Bühne verfolgte der erst neunjährige Leon Engelbrecht mit leuchtenden Augen das Geschehen. Wenige Minuten später sollte für den Jungen ein Traum in Erfüllung gehen. "Leon hat mich vorhin gefragt, ob er TNT singen darf. Na, dann komm mal hoch", forderte ihn Ralf Schwahl zur Freude des Publikums auf. Der Drittklässler aus Homberg ließ sich nicht lange bitten. "See me ride out of the sunset on your colour TV screen", schmetterte Leon abgeklärt und ohne einen Hauch von Nervosität ins Mikro. Der Applaus danach bekräftige Leon dann auch in seinem Berufswunsch: "Ich werde später mal Rock'n'Roller."

Mit Nummern von "Thunderstruck" bis "Whole lotta Rosie" rissen die Ruhrpott-Rocker ihre Fans auch nach der Pause mit. Mit dem Klassiker "Highway to Hell", eine von drei Zugaben, verabschiedete sich die Coverband schließlich aus Vierbaum. Bis zum nächsten Mal.

Quelle: RP
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