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Rheinberg
Hugwärts in die geheimnisvolle Welt der Roßmühle

Rheinberg. Aufgeregt warten 19 Kinder vor der Tür der Alten Roßmühle in Rheinberg an der Kamper Straße. Sie klopfen an die Tür und versuchen, durch das Glas etwas zu erkennen. Ein kleines Fenster in der Tür öffnet sich und ein Mann schaut heraus. Er trägt eine braune Fellmütze und einen gemusterten Umhang. "Was wollt ihr? Wollt ihr die unterirdischen Gänge sehen?" ruft er und bekommt ein lautes "Ja" als Antwort. Er reicht einen Schlüssel an einem Stock heraus, und die Kinder öffnen die Tür. "Wie viel Angst habt ihr im Dunkeln? Nur so wenig? Seid ihr euch da ganz sicher? Hier oben scheint vielleicht die Sonne da unten scheint nicht einmal der Mond." Von Svenja Jesse

Bereits zum vierten Mal führt Reinhard Hug Kinder durch die selbst entworfenen Geheimgänge in und unter seinem Haus und hat dabei allerlei Kuriositäten zu bieten. Zunächst geht es in einen kleinen Raum voller funkelnder Steine und Fossilien. "Schaut mal! Wisst ihr, was das ist?" Er hält eine kleine Tüte ans Licht. "Ein Seepferdchen!" Rufen die Kinder zurück. So geht es weiter. Gemeinsam werden Fischfossilien untersucht, mit Steinzeit Werkzeugen Feuer gemacht und mit kleinen Lupen das innere von Lavasteinen untersucht. Alles unter der ruhigen Anleitung von Antiquitätenhändler Hug. Ganz in ihre Untersuchungen vertieft merken die kleinen Entdecker erst, dass eine von ihnen verschwunden ist, als ein Hilfeschrei aus dem Badezimmer ertönt. "Oh nein, ich glaube, Pia ist in das Plumsklo runtergefallen. Wir müssen sie retten", ruft Reinhard Hug.

Sofort machen die mutigen Abenteurer sich auf, ihre Kameradin zu retten. Angeführt von Reinhard Hug geht es durch eine schwere Holztür runter in den Keller und zu den geheimen Gängen. Dort wartet Pia natürlich schon - unverletzt.

Doch das Abenteuer der Kinder hat gerade erst begonnen. "Abra Kadabra, Rheinberg öffne dich." Mit diesem Zauberspruch öffnen sie eine der Geheimtüren, verschwinden in einer Truhe und kommen plötzlich oben aus dem Badezimmer. Die schmalen Geheimgänge führen durch das ganze Haus. Durch Fenster und Kamine, versteckt hinter Spiegeln oder abgehängt mit schweren Tüchern. Sie warten darauf, von den Kleinen entdeckt zu werden. Immer beobachtet von Gisela Irawan und Angelika Glanz vom Heimatverein Herrlichkeit Ossenberg. Der Verein organisiert und begleitet die Ferienaktion. Die beiden Frauen sind jedes Jahr mit dabei und haben auch die eigenen Enkel mitgebracht. "Die Plätze für die Ferienaktion sind immer sofort belegt. Es kommt bei den Kindern gut an", weiß Angelika Glanz. "Manche Kinder sind zum zweiten oder dritten Mal hier."

Nach so einem anstrengenden Abenteuer darf natürlich auch eine Stärkung nicht fehlen. So versammeln sich zum Abschluss alle vor dem Lagerfeuer und machen gemeinsam Stockbrot.

Quelle: RP
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