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Rheinberg
Im Dialog mit dem Denkmalschutz

Rheinberg. Die Initiative "Rund um den Pulverturm" lädt zur Mahnwache am Sonntag ein. Von Uwe Plien

Die Initiative "Rund um den Pulverturm" weist auf ihre vorerst letzte Mahnwache am Sonntag hin. Dann treffen sich die Initiatoren des Widerstands gegen das geplante Awo-Verwaltungsgebäude an der ehemaligen Montessorischule, um konkret für den Erhalt der Bäume auf dem Schulhof am Pulverturm zu demonstrieren.

Auch an diesem Sonntag geht es um 16.30 Uhr los, es gibt wieder Glühwein und Waffeln. Speziell für das Mahnwachen-Finale stehen dieses Mal zusätzlich Grillwürstchen bereit. "Im Januar geht es natürlich weiter mit unserem gemeinsamen Protest für den Erhalt des Areals rund um den Pulverturm - wir halten die Rheinberger auf dem Laufenden", teilt Michaela Vervoort von der Initiative mit.

Unterdessen geht die Unterschriftensammlung der Initiative voran. "Bisher haben wir bereits mehr als 1200 Unterschriften von Unterstützern zusammentragen können", so Ralf Winstroth von der Initiative. Die Akteure bereiten die Einleitung eines Bürgerbegehrens beziehungsweise Bürgerentscheides vor; sie möchten den Grundstücksverkauf der Stadt Rheinberg an den Awo-Kreisverband rückgängig machen und das geplante Bauvorhaben an der Ecke Ritterstraße/Alte Rheinstraße verhindern. Winstroth: "Wegen der Vielfältigkeit unserer Kritik am gesamten Vorgehen haben wir die Kommunalaufsicht eingeschaltet und gebeten, den gesamten Vorgang in rechtlicher, wirtschaftlicher und politischer Hinsicht von Beginn an zu überprüfen."

Es sei ein Kernanliegen der Initiative, "ein unversehrtes Ensemble aus Bau- und Bodendenkmälern genau an dieser prägnanten Stelle im historischen Stadtkern der Stadt Rheinberg der Öffentlichkeit noch besser erschließbar und erlebbar zu machen". Deshalb interessiert die Gegner die Meinung der Denkmalschutzbehörde.

Wie Ralf Winstroth mitteilte, habe die Initiative ein Gespräch mit Dr. Monika Herzog vom LVR-Amt für Denkmalpflege geführt. Sie habe signalisiert, dass sie mit der Initiative darin übereinstimme, dass es sich dort um ein denkmalschutzwürdiges Ensemble handele.

Die Initiative steht auch in Kontakt mit dem Verein "Mehr Demokratie". Dabei handelt es sich um eine Nichtregierungsorganisation für direkte Demokratie weltweit, die überparteilich und gemeinnützig arbeitet. Es werden Kampagnen, Beratung, wissenschaftliche Auswertungen sowie Gesetzentwürfe zu Demokratie-Themen durchgeführt. Die Rheinberger lassen sich von "Mehr Demokratie" in der Frage beraten, ob es sich lohnt, ein Bürgerbegehren anzustreben oder nicht. Auch mit der Stadt hat es inzwischen ein Gespräch über die Awo-Pläne gegeben. Allerdings habe sich die Initiative davon mehr versprochen.

Quelle: RP
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