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Ross Antony
"Im Schlager habe ich meinen Platz gefunden"

Xanten. Der britische Sänger lebt seit 20 Jahren in Deutschland. Am 9. Mai tritt er im Festzelt in Menzelen-West bei den Schützen auf.

Menzelen-West Am 8. und 9. Mai ist wieder Partyzeit in Menzelen-West. Der Bürgerschützenverein Menzelenerheide lädt zur 12. großen Sommernachtsparty. Stargast ist in diesem Jahr der Sänger und Entertainer Ross Antony. Im Jahre 2004 gelang dem Engländer hierzulande der Karrieredurchbruch als Mitglied der Band Bro'Sis. Danach wechselte der ausgebildete Musical-Darsteller für viele überraschend ins Schlagergenre. Daneben stehen unzählige Auftritte in Fernsehshows- und Serien, Dokusoaps und Musiksendungen. Seit Januar 2015 moderiert das Multitalent im MDR seine eigene Sendung mit dem Titel: "Meine Schlagerwelt". Die Rheinische Post sprach mit Ross Antony über das bevorstehende Konzert in Menzelen-West, den deutschen Schlager und die Vorzüge deutscher Autobahntoiletten.

Sie sind am Samstag, 9. Mai, zur Sommernachtsparty des Bürgerschützenvereins Menzelenerheide eingeladen. Was halten Sie von solchen Festzeltauftritten?

Ross Antony: Ich liebe es, ich mag Schützenfeste. Dort singen, feiern und Spaß haben, ist für mich das schönste Geschenk. Ich freue mich riesig auf den Auftritt in Alpen.

Was dürfen denn Ihre Fans dort erwarten?

Antony Ich werde ein paar neue Songs vorstellen, aber auch ganz viele alte Schlager. Und natürlich "I Believe" von Bro'Sis, das wollen die Fans bei jedem Konzert hören. Ich mache das gerne, denn ich bin stolz darauf, ein Teil dieser Band gewesen zu sein.

Als solcher waren Sie ein Popstar. Wie kamen Sie dann als Engländer darauf, deutsche Schlager zu singen?

Antony Ich habe irgendwann gemerkt, dass mein Herz woanders ist. Ich wollte unbedingt Schlager singen, weil ich immer gut gelaunt bin und die Musik einfach zu mir passt. Mein einziges Problem war die Angst, damit nicht angenommen zu werden. Ich habe mich gefragt, ob die Leute noch Respekt vor mir haben, aber viele meiner Fans sind den Weg mitgegangen.

Was unterscheidet den deutschen Schlager von englischsprachiger Populärmusik?

Antony Grundsätzlich gibt es keine großen Brücken mehr zwischen Pop und Schlager. Der Unterschied ist einfach, dass man als Schlagersänger die Chance auf eine lange Karriere hat, während es in der Popmusik viele One-Hit-Wonder gibt.

Wie sieht man das in England, wird Ihre neue Karriere dort überhaupt wahrgenommen?

Antony In meinem Heimatort schon. Generell gilt: Die Engländer verstehen die Texte zwar nicht, finden aber den Rhythmus toll.

Sie leben seit fast 20 Jahren in Deutschland, singen deutsche Lieder, und haben mal gesagt, Sie träumten schon deutsch. Was ist noch typisch britisch an Ihnen?

Antony Das frage ich mich selber. Die Leute sagen oft, du hörst dich nicht wie ein Engländer an. Eher wie ein Holländer, was ich unverschämt finde (lacht). Dabei bin ich eigentlich typisch deutsch. Ich bin ein regelrechter Ordnungsfreak und in allem sehr penibel.

Sie fühlen sich also pudelwohl hier?

Antony Ich liebe dieses Land. Ich mag zum Beispiel die deutschen Autobahntoiletten, die sind immer absolut sauber. In England kannst du schon froh sein, wenn es einen Klodeckel gibt. Außerdem ist die Luft hier viel besser.

Trotzdem haben Sie das Video zu Ihrem Song "Do you speak English?" in London gedreht.

Antony Viele haben London noch nie gesehen. Ich wollte unbedingt zeigen, dass es dort viele schöne Ecken gibt. Das gilt nicht nur für London, sondern für ganz England.

Zum Schluss: Wie sehen Ihre Pläne für die Zukunft aus?

Antony Sehr gut, meine Konzerte sind bis Anfang 2017 komplett ausgebucht und das nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich und der Schweiz. Dazu wird es ein neues Album geben. Im Schlager habe ich meinen Platz gefunden, da möchte ich bleiben, das macht mich glücklich.

ERWIN KOHL FÜHRTE DAS INTERVIEW MIT ROSS ANTONY.

Quelle: RP
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