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Rheinberg
Innenstadtbelebung: Viele Wege, ein Ziel

Rheinberg: Innenstadtbelebung: Viele Wege, ein Ziel
Ein gutes Beispiel dafür, wie man sich gemeinsam für eine schöne Innenstadt engagieren kann: Ende Mai brachten Geschäftsleute wie Patrick Tervooren und Bärbel Kathagen vom Stadtmarketing (rechts) unter anderem den Marktplatz auf Vordermann. FOTO: Olaf ostermann (Archiv)
Rheinberg. Der Vorstoß der Rheinberger Grünen zur Stärkung des örtlichen Einzelhandels sei zu kurz gegriffen, kritisiert Edeltraud Hackstein vom Stadtmarketing. Es gebe bereits zahlreiche Maßnahmen zur Belebung der Stadt und ihrer Geschäfte. Von Uwe Plien

Die Vorschläge der Rheinberger Grünen, wie man den stationären Einzelhandel stärken kann (die RP berichtete), sind auch von den Akteuren des Stadtmarketings (STM) sehr genau wahrgenommen worden. STM-Sprecherin Edeltraud Hackstein empfindet die Argumentation der Grünen als zu kurz gegriffen. "Es gibt weitere Bausteine, die man nicht verschweigen sollte und die wichtig sind, wenn man etwas für den Einzelhandel tun will", sagt sie im RP-Gespräch.

Die Sauberkeit der Innenstadt beispielsweise sei ein wichtiger Faktor: "Daran können und sollten sich die Einzelhändler im eigenen Interesse beteiligen. Aber auch jeder Bürger kann dazu beitragen." Wie das gehen kann, habe man kürzlich mit dem Saubermachaktionstag gezeigt, als der Markt sowie Rheinstraße, Gelderstraße und Orsoyer Straße gepflegt wurden.

Edeltraud Hackstein: "Man kann eine Mange machen. Zum Beispiel die Baumscheiben schön bepflanzen. Klaus Neumann von der Buchhandlung ist da seit Jahren sehr vorbildlich." Erst vor wenigen Tagen, so die Stadtmarketing-Sprecherin, habe es einen Rundgang mit Jakob Emmerichs vom Dienstleistungsbetrieb (DLB) gegeben. Man habe sich die Baumscheiben angeschaut und gemeinsam überlegt, "wo man was machen kann". Das Stadtmarketing hat zunächst für die Zeit bis Ende dieses Jahres einen Gärtner beauftragt, sich um die Pflege der kleinen Beete und auch um die Baumampeln zu kümmern. Im nächsten Jahr müsse man dann weitersehen.

Als weitere Beiträge auf dem Weg zu einer attraktiveren Innenstadt nennt Edeltraud Hackstein die Bemühungen des Trägervereins Altes Rathaus. "In den Tag der offenen Tür waren auch Einzelhändler mit eingebunden", sagt sie. Solche flankierenden Maßnahmen hat das Stadtmarketing im Blick. Ein anderes Beispiel: eine Ergänzung des Spektakel-Adventsmarkts im Dezember an der Evangelischen Kirche Rheinberg. Von einer "angehängten Aktion" spricht Hackstein. Und davon, eine Brücke zwischen dem Kirchen-Areal an der Rheinstraße und dem Marktplatz zu schlagen. Zusammen mit Uwe Schneevoigt und Angela Schneevoigt-van Dyk vom Mittelalter-Fachgeschäft Kontor am Großen Markt und dem Rathaus-Trägerverein soll es Aktionen geben, die zusätzliches Leben und Atmosphäre in die Innenstadt bringen. Auch davon profitierten die Geschäfte.

Edeltraud Hackstein ist in Rheinberg auch als ehrenamtliche Gästeführerin engagiert. Diese Führungen mit aktiver Wirtschaftsförderung zu verbinden, ist ihr ein Anliegen. "Wir machen mit unseren Gästen Abstecher in die Alte Apotheke, in das Hotel am Fischmarkt, zu Pio's, zu Lothar Gardemanns Weinladen oder ins Designer-Atelier von Alexandra Schiess, so dass diese Geschäfte etwas davon haben." Auch das Café Sahnehäubchen wird mit einbezogen, indem man dort ausleihbare Kugeln für den Bouleplatz im Stadtpark deponiert hat.

Alles einzelne Maßnahmen, die es bereits gibt, unterstreicht Edeltraud Hackstein. Ihre Kritik an den Grünen: "Vielleicht hätten sie das Ganze sehen sollen und nicht nur einen Ausschnitt."

Quelle: RP
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