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Rheinberg
Internationaler Treff mit Musik und Tanz

Rheinberg: Internationaler Treff mit Musik und Tanz
Der Abschlussabend im Amplonius-Gymnasium mit den Gästen des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) war sehr munter. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Elf Schüler des Pädagogischen Austauschdienstes wurde am Amplonius-Gymnasium für ihre Deutschleistungen geehrt. Von Julia Marie Braun

"Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, aber es war einfach toll." So fasste Jonas Sentob die Zeit mit den Gästen aus Albanien, Benin, Bulgarien, Madagaskar und Palästina zusammen. "Unfassbar, wie sehr wir einander ins Herz geschlossen haben. Ich hoffe, dass wir uns wiedersehen", sagte auch Eva-Maria Merten, nachdem ihr beim kleinen Abschied ein paar Tränen über die Wange gerollt waren. Beim Internationalen Abend trafen sich elf Austausch-Schüler, die für besondere Leistungen im Fach Deutsch ausgezeichnet wurden, und ihre Gastfamilien in der Pausenhalle des Amplonius-Gymnasiums.

Sie machten Musik, tanzten und sangen, lachten, machten Erinnerungsfoto. Die Gäste stellten außerdem ihre Heimat vor und bedankten sich bei den Familien für die schöne Zeit. Ein familiärer Abend begann und als das Buffet eröffnet wurde, zeigten die Gäste ihren Freunden die Speisen, die sie zubereitet hatten. So stand neben Makluba - was übersetzt "umgekehrt" heißt und aus Palästina kommt - eine Schüssel Reis mit Möhren, Bohnen, Paprika, Fleisch und Curry aus Madagaskar. Es gab aber auch heimische Spezialitäten wie Kartoffelsalat und Würstchen.

Sabine Lambertz-Wirth eröffnete das Abendprogramm. "Schön, dass die Bänke so voll sind", sagte die Organisatorin des zweiwöchigen Aufenthalts der Gastschüler und bedankte sich für die Gastfreundschaft der Familien. Es war ein Abend voller Musik und Tanz. "Reden bleibt nicht so sehr in Erinnerung", so Rabina aus Albanien.

Jonas Sentob organisierte eine kleine Probe, bei der musikalisches Talent zu Vorschein kommen sollte. Er verteilte Instrumente an die Teilnehmer. Nachdem Klanghölzer, auch Boomwhacker genannt, und Keyboard im Einklang waren, stiegen auch Rasseln, eine Trompete und ein Saxophon ein. Ein Cajon aus Kuba lieferte den Beat. Kameras waren auf die Musiker gerichtet und ein riesen Applaus brandete auf, nachdem die letzten Töne von "Hit The Road, Jack" verklungen waren.

Als krönenden Abschluss des musikalischen Parts spielte eine Auswahl die deutsche Nationalhymne. Noch waren nicht alle Töne da, wo sie hingehörten, aber Vladimir machte deutlich: "Wenn ich wiederkomme, machen wir das noch mal."

Anschließend wurde das Produkt zweiwöchiger Arbeit ausgeteilt: Die Zeitung, in der die Jugendlichen einen Steckbrief über sich verfasst hatten, Gedanken und Sprüche aufschrieben und Momente für die Ewigkeit festhielten, wurde jeder Familie übergeben. Maria Winzen, die die Schüler im Deutschunterricht unterstützt hatte, freute sich. "Wir haben uns jeden Morgen getroffen. Die Schüler waren engagiert. Ich war überrascht, wie schnell sie gearbeitet haben und wie gut sie Deutsch sprechen. Es wurde auch im Unterricht getanzt oder gesungen", berichtete die ehemalige Schülerin des Gymnasiums. "Es war völlig problemlos. Die Gruppe war sehr homogen. Für alle war's ein großer Spaß", sagte Sabine Lambertz-Wirth, glücklich darüber, dass alles rund gelaufen war. Das Fazit der Gäste: "Es war ausgezeichnet. Die Menschen sind sehr nett. Ich komme gern zurück", so Vladimir.

"Am Anfang waren es Grüppchen, aber jetzt versteht sich jeder mit jedem", sagte Laurelie Grossart, die Begegnungsschülerin der Gruppe. Im Rückblick waren alle mit viel Freude dabei. "Am schönsten fand ich es, die deutsche Nationalmannschaft gesehen zu haben", so Pia Krugg. Bei einem Besuch mit den Gästen in Düsseldorf hatten die Jugendlichen zufällig die Fußball-Nationalmannschaft getroffen und nach Autogrammen und Fotos gefragt.

"Alle waren sehr gut drauf. Wir konnten uns über WhatsApp zwischendurch toll für ein paar Abende verabreden", erzählte Elias Sentob. Der Abschied jedoch fiel traurig aus. Schon am nächsten Morgen fuhren die Austauschschüler gemeinsam mit Laurelie Grossart nach Berlin. In der Bundeshauptstadt haben die Kinder aus aller Welt ein letztes gemeinsames Abenteuer erlebt.

Quelle: RP
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