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Rheinberg
Internationales Fußballfieber

Rheinberg. Die Idee ist überzeugend, und Fußball verbindet Menschen. So geschehen in Rheinberg am Melkweg, wo sich fußballbegeisterte Asylsuchende unterschiedlicher Nationen zum Kicken trafen. Die Premiere ist gelungen, wie Peter Makros und Rainer Gansel in ihrer Rolle als Fußballtrainer schnell feststellen konnten.

Die Idee, gemeinsam Sport zu machen und beispielsweise ein Kickerturnier anzubieten, stammt aus den Reihen vom "Runden Tisch Asyl". Für Rainer Gansel war es keine Frage, sich einzubringen. Der Spaß am Fußball und einem motivierenden sportlichen Gemeinschaftserlebnis nahm für den 46-Jährigen schnell konkrete Gestalt an. "Überall wird viel erzählt, dass etwas für die Asylsuchenden getan werden soll und muss. Aber ich wollte einfach jetzt etwas machen", sagte Gansel, der sich mit Peter Makros auf einen gemeinsamen Weg verständigte und zu einem ersten Turnier einlud.

Wie und ob es gelingen würde, stand in den Sternen. "Wir haben keine Erfahrung, wie das Angebot ankommt", sagten Makros und Gansel noch vor dem Anpfiff am Freitagabend. Doch Fußball verbindend, wie sich schnell feststellen ließ. "Beim Fußball muss man nicht lange etwas erklären. Fußball begeistert einfach", meint Peter Makros, Bürgermeister-Kandidat der Grünen.

Mit Händen und Füßen, ein bisschen Englisch und bereitwilligen Mitbewohnern vom Melkweg, die dolmetschten, klappte die Verständigung auf Anhieb. König Fußball hatte das Regiment bei den Spieler-Teams übernommen. "Jeder kann seinen Beitrag leisten und etwas zum guten Miteinander am Melkweg beitragen", meinte Makros. Schnell kam das Spiel in Gang, die Tore fielen, die Begeisterung auf dem Platz war ausgelassen und zog natürlich andere Zuschauer an.

Nach der Premiere stellte sich nicht die Frage, ob eine Wiederholung gewünscht ist. "Wir bieten einfach weitere Termine an, zu denen jeder kommen kann", sagt Makros. Er setzt auch auf die Bereitschaft der örtlichen Fußballvereine mitzuspielen und, wenn möglich, auch die Kicker vom Melkweg zu einem Turnier einzuladen.

Das Kickern mit Trikot und Fußballschuhen an der Unterkunft erwies sich als runde Sache. "Uns fehlt allerdings noch einiges", sagte Makros. Beispielsweise Fußballschuhe ab Größe 42 und Torwarthandschuhe. "Toll wäre, wenn wir ausgediente Trikot-Sätze bekommen konnten. Damit sind wir dann wieder ein Stück weiter."

(sabi)
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