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Rheinberg
Josef Ingenerf stirbt im Alter von 64 Jahren

Rheinberg. Der Alpsrayer war Brudermeister der Nepomuk-Schützen und Ehrensenator der Rhinberkse Jonges.

Wen auch immer man nach Josef Ingenerf befragt, die Antworten klingen immer ähnlich: Er sei ein über alle Maßen fleißiger, höchst zuverlässiger, angenehmer und ruhiger Mann gewesen, heißt es. Einer, der immer zur Stelle war, wenn er gebraucht wurde. Jetzt ist Josef Ingenerf überraschend gestorben. Der bekannte Alpsrayer wurde 64 Jahre alt.

Die Beisetzung findet am Dienstag, 7. Juni, statt - nach dem Seelenamt, das um 13.30 Uhr in der St.-Anna-Kirche beginnt. Der Verstorbene hinterlässt zwei Söhne, die selbst Familien haben. Ingenerfs Ehefrau Annemarie war bereits vor zwei Jahren gestorben.

Ingenerf, der bis zu seiner Pensionierung als Schlosser bei Aumund in Millingen beschäftigt war, gehörte seit 1979 der St.-Johannes-von-Nepomuk-Schützenbruderschaft 1752 an. Deren Brudermeister wurde er im Jahr 2005, und er blieb es bis zu seinem Tod. 2011 wurde ihm das Silberne Verdienstkreuz verliehen. 1998 war er - mit Ehefrau Annemarie an seiner Seite - Schützenkönig. Vier Jahre später holte sich Ingenerf den Kaisertitel, wiederum begleitet von seiner Frau. Beim Osterfeuer der Jungschützen hat er immer den Reibekuchenstand betreut und hat die Jungschützen im Zeltlager Streuselkuchen versorgt. "Mit dem weltbesten Streuselkuchen", wie die Schützen hinzufügen.

Auch bei den Rhinberkse Jonges spielte Josef Ingenerf eine zentrale Rolle. Er war Stadtwachensoldat, Wagenbaumeister und Bauleiter der Wagenbauhalle des Karnevalsvereins, die im Jahr 2000 in Betrieb genommen wurde. "Ohne ihn", sagt Jonges-Präsident Clemens Geßmann, "hätten wir die Halle niemals so bauen können. Er war immer zur Stelle, teilweise schon früh morgens vor der Arbeit."

1980 war Josef Ingenerf als Josef I. "der Eiserne" Prinz der Rhinberkse Jonges. Von 1988 bis Mitte der neunziger Jahre wirkte er als Stadtwachenkommandant. Für seine Verdienste wurde Ingenerf 2014 zum Ehrensenator der Rhinberkse Jonges ernannt - die höchste Auszeichnung, die man in diesem Verein erreichen kann.

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