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Alpen
Jugendkreuzweg zu Flüchtlingsunterkünften

Alpen. "Bitte die Handys ausschallten und auch zwischen den Stationen ausgeschaltet lassen." Bevor der ökumenische Jugendkreuzweg begann, äußerte Thomas Hass in der evangelischen Kirche einen Wunsch, dem die meisten Teilnehmer nachkamen. Sie ließen die Geräte in ihren Taschen, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Genau das hatte Thomas Hass als ein Ziel des Kreuzweges ausgegeben, zu dem jedes Jahr in der Passionszeit die evangelische und die katholische Gemeinde einladen. "Ich weiß gar nicht, wie viele Jahre wir uns schon zum ökumenischen Jugendkreuzweg treffen", sagte Katharina van Meegeren, die den Rundgang vonseiten der katholischen Pfarrgemeinde St. Ulrich mitorganisierte. "Gefühlt gibt es ihn schon immer." In den geraden Jahren, so wie diesmal, startet der Kreuzweg in der evangelischen Kirche, in ungeraden in der katholischen Kirche St. Ulrich. Er beginnt jeweils mit einer kurzen Andacht. Begleitet von Erika Hass an der Gitarre, studieren die jungen Kreuzwegbeter die Lieder ein, die sie an den Stationen singen. Am Freitag waren es 90, von denen die meisten zwischen zehn und 14 Jahre alt waren.

Die Stationen des Kreuzweges stellte Thomas Hass mit heutigen Bildern der Via Dolorosa vor, dem Weg mit zwölf Stationen, den Jesus vor fast 2000 Jahre mit dem Kreuz in Jerusalem beschritt. Jugendliche lasen zu den Kreuzwegstationen kurze Texte vor. Thomas Hass und Katharina van Meegeren hatten den Orten, zu denen sie mit den Jugendlichen gingen, meistens zwei Stationen zugeordnet.

Dabei besuchten sie diesmal auch die Flüchtlingsunterkünfte in der Tennishalle und an der Fürst-Bentheim-Straße, nachdem sie ihre erste außerkirchliche Station am Alpener Bahnhof eingelegt hatten. Weitere Stationen waren der Park am Marienstift, der Platz vor dem Edeka-Markt und der Alpener Friedhof. Zwischen den Stationen trug immer ein Jugendlicher ein einfaches Holzkreuz voran.

Der Kreuzweg endete im Nepicksgarten der Pfadfinder. Dort brannte ein Lagerfeuer über dem Stockbrot gebacken wurde.

Und die Mobiltelefone blieben auch hier noch sehr lange abgeschaltet.

(got)
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