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Alpen
Junge Union beeindruckt von der Hilfsbereitschaft

Alpen: Junge Union beeindruckt von der Hilfsbereitschaft
Die Körbe füllten sich im Nu: Dafür sind Frederik Paul, Tim Hofmeister, Daniel Albers, David Bongers und Timo Rademacher (v.l.) dankbar. FOTO: Armin Fischer
Alpen. CDU-Nachwuchs bat Kunden vor dem Edeka-Mark um Lebensmittelspenden für die Tafel in Alpen. Nach wenigen Stunden waren fast sieben Einkaufwagen gefüllt. Die Aktion wird wiederholt. Von Bernfried Paus

Die Junge Union ist begeistert. Ein halbes Dutzend junger Leute aus dem Kreis des CDU-Nachwuchses hatte sich am Samstag vor dem Edeka-Markt Luft in Alpen aufgebaut und hat um Spenden für die Tafel gebeten. Besser kann eine Premiere nicht gelingen. Die Resonanz war überwältigend. Als die Jungpolitiker ihren Stand am frühen Nachmittag räumten, waren mehr als sechs Einkaufswagen mit Lebensmitteln für bedürftige Menschen in und um Alpen gefüllt.

"Das war eine klasse Erfahrung", sagte Frederik Paul (19), der die Aktion mit seinen politischen Freunden auf den Weg gebracht hatte. "Es war wirklich toll zu erleben, wie die Menschen in Alpen zusammenhalten." Die Junge Union habe das inzwischen geflügelte Kanzlerinnenwort "Wir schaffen das" zur Flüchtlingskrise aufgegriffen und war zu der Überzeugung gelangt, "dass wir das nur schaffen, wenn auch wir mit anpacken", erzählte der 19-jährige Schüler im RP-Gespräch.

Aber mit so einem großartigen Erfolg habe er in den kühnsten Träumen nicht gerechnet, sagte Frederik Paul weiter. "Viele Kunden waren regelrecht begeistert von der Aktion, berichtete der JUler. "Ein starkes, wirklich tolles Signal des Zusammenhalts" sei vom Edeka-Markt ausgegangen. Viele hätten sehr gerne was gegeben. Auch viele, die selbst nicht im Überfluss leben, wie "ältere Menschen mit einer kleinen Rente". Alle hätten ein wirklich großes Herz gezeigt. Einige hätten sich daran erinnert, so der junge Mann, dass sie früher auch auf Hilfe angewiesen gewesen seien.

Der Jungen Union sei es wichtig gewesen, dass die Spenden nicht nur den Flüchtlingen in der Gemeinde, sondern allen zugute kommen sollen, die wirtschaftlich nicht auf Rosen gebettet sind.

Frederik Paul bedankt sich ausdrücklich bei allen Spendern, aber auch beim Team Luft für die gewährte Unterstützung. "Wir konnten Kaffee kochen und sind mit Plätzchen versorgt worden, so dass wir mit vielen Leuten in freundlicher Atmosphäre in nette Gespräche kommen konnten", so der 19-Jährige. "Das ist alles nicht selbstverständlich." Ein Dank der Jungpolitiker geht auch an Parteichef Kurt Verhülsdonk, der zwischenzeitlich vorbeigeschaut und so seine Wertschätzung für die Aktion des Parteinachwuchses zum Ausdruck gebracht habe. Auch Doris Pohle von der Tafel habe ihnen einen Besuch abgestattet.

Die Junge Union hat ihre Zelte am Samstagnachmittag vorzeitig abgebrochen, "weil wir sonst nicht mehr gewusst hätten, wie wir die Sachen zum Evangelischen Gemeindehaus hätten transportieren sollen", so Frederik Paul. Die Tafel übernimmt nun die Verteilung. Für die Junge Union steht derweil fest, dass es aufgrund der Resonanz nicht die letzte Sammlung gewesen ist. Paul: "Wir kommen wieder, ist doch klar."

Quelle: RP
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