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Rheinberg
Junge Union stellt Wände für Sprayer

Rheinberg. Der CDU-Nachwuchs will Rheinberger Sprühkünstler aus der Illegalität holen.

Mit leisem Zischen und schnellen Bewegungen erschaffen Graffiti-Künstler an tristen Wänden farbenfrohe Kunstwerke. Was sie schön finden, ist aber für so manchen Hausbesitzer ein großes Ärgernis, wenn Sprayer Graffiti ohne zu fragen an die Wand gesprüht haben. Diese illegalen Graffiti und Tags, also die Signaturkürzel der Sprayer, ziehen auch rechtliche Konsequenzen nach sich. Zudem kann die Beseitigung Tausende Euro kosten. Die Junge Union hat deshalb nun legale Wände zum Sprayen angeschafft. Rheinberger Jugendliche hatten sich diese gewünscht. An den Wänden kann beim Sprayen etwas ausprobiert und geübt werden, legal und ohne rechtliche Konsequenzen.

Mit zwei Parteifreunden aus dem CDU-Ortsverband Rheinberg - Zimmermann Klaus Wittmann und Metallbauer Clemens Geßmann - wurde eine Möglichkeit zum legalen Sprayen auf den Weg gebracht. Die Handwerker haben zwei Wände gebaut, auf denen auf der Vorder- und Rückseite gesprayt werden darf. Nach Rücksprache mit der Stadt Rheinberg gibt es bisher noch keine "legale Wand" die zum Graffiti-Sprayen benutzt werden kann.

Das Besondere: Die Wände können ausgewechselt und durch "frische" Tafeln ersetzt werden. Die besprayten Kunstwerke können herausgenommen und verschenkt oder versteigert werden. So könnte auch eine mobile Kunstausstellung entstehen, hofft die Junge Union.

Die Wände stehen nun am Jugendzentrum Zuff. "Das Zuff ist Anziehungspunkt für viele junge Menschen. Die Wände können hier in die Projektarbeit einbezogen werden", sagt der JU-Vorsitzende Benedikt Durben. Mit den Wänden könne man Sprayer aus der Illegalität holen, hofft die Junge Union - wie auch mit Aktionen wie dem Art Jam, die die JU begrüßt.

Quelle: RP
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